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Bittorf Modell 50
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Beitrag1/2, Verfasst am: 29.11.2009, 18:09   

Betreff:   Bittorf Modell 50
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Die angegebene Typbezeichnung ist imaginär!
Bittorf hatte tatsächlich seinen Geräten anfangs keine weitere Bezeichnung außer seinem Namen gegeben.
Hier das Deckblatt der BDA von einem Gerät, welches so wie im Bild zu sehen auch real vorhanden ist - also noch ohne eine Novalfasssung. Beachte hierzu auch den Text auf dem Titelblatt!




Man beachte den eindeutigen Hinweis, daß nun auch ''die neuen 10-poligen Stahlröhren'' geprüft werden können. Diese Formulierung ist mir Beweis genug dafür, daß es noch mindestens ein älteres Model gibt. Ich weise nachdrücklich darauf hin, daß diese Mutmaßung bis heute durch kein existierendes Gerät untersetzt ist - allerdings bin ich da guten Mutes Cool Man muß sich nur die Frage zu beantworten suchen, was Willy Bittorf in den Jahren ab 1943 bis 1949 getrieben haben mag. Der 1949 vorgestellte Regenerierzusatz ist ja wohl auch für eine bestimmte Gerätefamilie als Ergänzung gedacht...

Und nun ein Bild, des seit letztem Jahr bei einem österreichischen Sammler befindlichen Gerätes:


Wie zu sehen ist, entspricht diese Ausführung exakt der Abbildung auf dem Deckblatt von der BDA des 1950 gekauften Gerätes.
Auffällig ist ebenso, daß die Bittorf-Prüfer der ersten Serien noch keine regelbare Gitterspannung besitzen. Ebenso gibt es noch keine Meßbuchsen um externe Meßinstrumente anschalten zu können. Einzig die unvermeidbare Buchse zum Anschluß eines Außenkontaktes findet sich oben, mittig zwischen den Fassungen. Immerhin, die Stahlröhrenfassung ist bereits eine 10-poligen Ausführung, extra passend für die ab Frühjahr 1950 in Großserie gefertigte UEL51 - eine Röhre die nach meinem Wissen kein Wechselstrompendant besitzt.

Auf Grund der Tatsache, daß spätestens ab Dezember 1950 u.a. auch eine Novalfassung montiert wurde, kann die Bauzeit des vorstehenden Gerätes ziemlich exakt auf den Zeitraum 1949/50 festgesetzt werden.

Es gibt also mindestens noch ein Vorläufermodell! Soviel kann man der BDA auf jeden Fall entnehmen.

Hier nun gibt es noch ein paar Detailaufnahmen des Modells 50 Zuerst den ''Prüfschalter'':

Da ist nichts spektakuläres, ausgenommen die Tatsache eben, daß es noch keine Typbezeichnung gibt. Die Funktion ist eindeutig und so im Prinzip auch bei den Funkegeräten in der Handhabung identisch.

Nun ein Bild der Schiebeschaltergruppe:

Auch hier finden wir keine Besonderheiten. In den Folgemodellen gab es da nur geringe Veränderungen welche nur durch exaktes vergleichen sichtbar werden.

Ein weiteres Detail zeigt die Fassungsbestückung dieses Exemplares vom Modelljahr 1950:


Und nun die Ansicht von der Verdrahtungsseite:
Hier ist allerdings die Novalfassung NICHT original. Erst im Folgejahr 1950 gehört die dann dazu! Den Beweis liefern die Art des Einbaues und die Verdrahtung dieser Fassung selbst:

Es ist klar zu erkennen, daß die Noval recht oberflächlich hineingepfriemelt wurde. Es sind bunte Strippen angelötet aber nicht mit der Schaltung verbunden. Warum diese so ellenlang ausgeführt wurden ist vollkommen unklar.
Sehr gut erhalten ist auch das schwarze, baumwollummantelte Anschlußkabel.
Der freitragende, quietscheblaue Ladeelko sticht ins Auge. Hier ist dem Vorbesitzer und Reparateur großer Dank zu zollen, daß er das Originalbauteil nicht einfach weggeschmissen hat. Warum, das zeigt das nächste Foto:

Solche Papprohre sind bei kleinen Elkos noch in den frühen Fünfzigern nichts seltenes. Beachtenswert ist allerdings der Aufdruck!

Nun ist es also herausgekommen, daß ich beim ersten Bild mit der Gesamtansicht ein bissel gemogelt habe indem ich die eingeflickte Novalfassung wegretuschierte. Es ging und geht mir dabei nicht um die Schönheit sondern um ein authentisches Aussehen! Das ist erforderlich, wenn man ein Gerät mit Hilfe winziger Details identifizieren will oder muß um es zuordnen zu können. Wer also das Fassungsfeld vergleichen möchte, der muß sich an dem ''getürkten'' Bild der Gesamtansicht orientieren!

Hier stelle ich noch die Fassungszeichnung mit ein. Sie entspricht der gedowngradeten Zeichnung vom Dezember 1950 welche erstmals u.a. mit einer Novalfassung bestückt ist.


Sollten noch weitere, mir derzeit nicht bekannte Änderungen zutreffend sein, dann kann das jederzeit hier korrigiert werden.
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Grüße aus der Lausitz von MichaelZ.

Die Reform der Rechtschreibung ist ein Symptom dafür, daß die Deutschen ihre Sprache nicht lieben.
(Eugen Ruge, Schriftsteller, 2018)
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Beitrag2/2, Verfasst am: 10.10.2013, 16:44   

Betreff:
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Nach genauem überlegen komme ich zu dem Schluß, daß das so nicht stimmig sein kann!

1949 gab es meines Wissens noch keine UEL51 - die ist wohl erst 1950 entwickelt worden!

Wenn das so zutrifft, und es kann eigentlich nur so sein, dann stimmt obige Zeichnung nicht! Die nachträgliche Änderung der Stahlröhrenfassung auf 10 Kontakte ist deutlich zu erkennen und somit muß die Fassung im 49-er Modell noch eine 8-polige sein.

Korrekturen folgen!
_________________
Grüße aus der Lausitz von MichaelZ.

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