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Ein Bauteil für ein Tonbandgerät Smaragd ?
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Beitrag1/18, Verfasst am: 24.07.2020, 19:46   

Betreff:   Ein Bauteil für ein Tonbandgerät Smaragd ?
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Hallo zusammen,

jaaaa lange nichts von mir hören lassen. Ich weiß. Ich bin leider in so einem Alter bei dem alle Sinne von Alt bis Neu zusammentreffen. Die Tage ist mir ein Teil über den Weg gelaufen, was mir echt so noch nie begegnet ist. Laut ernster Aussage des Verkäufers mit Telefonat, wäre das ein werksinterner Versuch bei einem Smaragd BG20/2 gewesen der aber zu aufwendig und teuer war. Das Zifferblatt der Uhr ist mir auch nicht bekannt. Ich bin sehr gespannt ob Ihr etwas darüber wisst. Wenn nicht Ihr.... Wer dann?



Da ist schon was sehr auffällig. Laut Aufbau könnte das schon von Smaragd sein.



Das Beste zum Schluss....



Ganz liebe Grüße an Euch ALLE

Euer Andre
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Beitrag2/18, Verfasst am: 03.08.2020, 20:56   

Betreff: Sicher für Smaragd?
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Lieber André,

kurz und knapp: ich kann das weder bestätigen noch verneinen!

Aber: genau solche Zählwerksuhren finden sich in frühen UHER Geräten. Ich müßte dazu mal tief graben, habe auf jeden Fall etwas davon am Lager. Was ich jetzt nicht beschwören kann ist, ob die Details wie Halterung, Antriebsglocke etc. maßlich der UHER-Uhr entsprechen.

Von anderen Herstellern dieser Ära sind mir solche "Rolex" nicht bekannt - was aber nichts heißen will!

LG, Michael

p.s.
Vom Aufwand her ist das sockellose(?) Modellbaulämpchen eigentlich nichts dramatisches und mit Unterspannung gefüttert hält es ewig.
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Beitrag3/18, Verfasst am: 03.08.2020, 22:46   

Betreff:
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Hallo Michael,

die Uhr ist von den Abmessungen genau gleich mit einer z.B. 20/5er Uhr. Was mich am meisten an der Story wunderte: Der gute Mann sprach in dem Zuge auch von der weißen Abdeckung am 20/1 oder auch 2 welche die Uhraussparung hat. Ich hab so eine ein einziges Mal bei Ibääh gesehen und die Auktion versemmelt. Es passt aber auch zu den ganzen Puzzle Teilen die man so aufschnappt. Die Lautsprecherblenden vom BG20 waren z.B. noch einteilig und wurden später dann 2 teilig. Das kann ich nun wieder 100% bestätigen weil das bei meinem BG20 so ist. Der Herbert G. sagte dazu auch: Alles Kostengründe genauso wie die Umfärbung der Wickelteller. Du selber mein lieber Michael hast mir doch gesagt: Es wurde eben alles genommen was da war. Unsere DDR Erfinder waren doch auch nicht blöd....
Zur Uhr zurück. Auch das Innenleben ist identisch. So wie ich's halt kenne. Desweiteren könnte ich mir vorstellen, das alles ein bisschen sehr warm wird im Uhrwerk. Der 12V Brenner, wahrscheinlich aus dem Modelleisenbahnbedarf, wird so nach 5min schon schön warm. Unvorstellbar für mich ist der Export solcher Uhren an westliche Hersteller. Hm, Michael dann bleibt es vielleicht doch ein Rätsel? Weil genau so eine ROLEX hab ich auch noch nie gesehen und diesmal musste se zu mir. Very Happy Very Happy

Auf alle Fälle hat jemand gewußt, daß dieses Bauteil das I-Tüpfel für das BG20/5 de Luxe ist. Jetzt ist das Gerät ein echtes Unikat und dafür steh ich mit meinem Namen.
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MGW51
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Beitrag4/18, Verfasst am: 03.08.2020, 23:20   

Betreff:
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Also was die Wickelteller oder besser gesagt die Spulenmitnehmer angeht, so hat das nichts mit "Umfärbung" zu tun sondern es handelt sich um einen ganz anderen Kunststoff, einen Preßstoff, wie Bakelit.

Also das mit den Lautsprecherblenden - außenrum hellelfenbein und das Gitter in schokobraun - war schon kraß. Es gibt auch andere Farbkombinationen. Natürlich ist das erheblich teurer als ein Teil im ganzen abzuspritzen. Bei den ersten Serien ist noch deutlich mehr Augenmerk auf die Optik gelegt worden was auch mit den Exportchancen im Zusammenhang steht. Diese schwanden aber recht rasch, weil das Gerät von der Konzeption sehr schnell veraltet und damit nicht mehr in Größenordnungen absetzbar war. Nur der Binnenmarkt hat es dankbar aufgesaugt obgleich die technischen Verbesserungen manchmal eher fragwürdig waren. Dafür war halt die Reparaturfähigkeit auch noch 20 Jahre nach Produktionsende gegeben.

Die Rolex in den UHER Geräten ist NICHT mit der aus der Edelsteinserie inkl. Diktina identisch - also die wurde wirklich nicht nach München exportiert. Wenn das ein 12-Volt oder auch 16 Volt Lämpchen ist und es wird mit nur 6 Volt betrieben, sollte sich die Erwärmung sehr in Grenzen halten. Tatsächlich ist das ein nicht zu vernachlässigender Umstand denn die dünne Abdeckscheibe über der Skale würde zu viel Wärmeeintrag schnell übelnehmen.

Rein aus der Erinnerung sind die Antriebsglocken der UHER-Uhren nicht so hoch wie die unsrigen - also nebeneinandergelegt gibt es einen deutlichen Unterschied.

Eine weiße Abdeckplatte mit Uhrausschnitt könnte bei mir auch noch zu finden sein, müßte ich mal graben.

Was mich etwas stutzen läßt sind die zwei Steckanschlüsse - da war mein erster Verdacht gleich kreative Bastelei gewesen - doch wenn es eine glaubwürdige Quelle besser weiß, müssen wir es so als gegeben hinnehmen. Es wird sich noch manch Wundersames anfinden - unsere Generation ist nunmal im aussterben begriffen und alles was von den Leuten - warum auch immer - über die Jahrzehnte gehortet worden ist landet dann im Müll oder auf dem berüchtigten Marktplatz. Deswegen gebe ich ja auch die Hoffnung nicht auf, daß eines von den wenigen Mustergeräten BG19-3 plötzlich aus dem Nichts auftaucht Smile

LG, Michael
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Beitrag5/18, Verfasst am: 04.08.2020, 23:30   

Betreff:
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Mein lieber Michael,

wahrscheinlich bin ich noch einer der doofen Goldgräber und manchmal findet man auch einen Schatz. Warum nicht auch ein BG19/3?
Ich denk mal die Story kann man glauben weil es eben irgendwie passt. Die Umfärbung der Wickelteller war ja auch nur so 1:1 wiedergegeben. Ich weiß schon was Du meinst. Aber auch das ist wieder mal ein Indiz für die Einsparung. Die weiße Abdeckplatte ist ja auch ein ganz feines Material, welches scheinbar nicht nachlackiert wurde, wie z.B. der graue Hammerschlag Lack bei meinem Kindergerät.... Very Happy Die brauen Deckplatten waren aber auch schon im Ursprung so ... oder? Ich freu mich trotzdem immer wieder wie'd Sau wenn es mal um solche Sachen geht. Wenn ich vom Urlaub zurück bin mach ich mal ein Bild der beiden Lautsprecherblenden.

Liebe Grüße Andre
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Beitrag6/18, Verfasst am: 05.08.2020, 00:57   

Betreff: Re: Sicher für Smaragd?
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MGW51 schrieb wie folgt:
... Von anderen Herstellern dieser Ära sind mir solche "Rolex" nicht bekannt - was aber nichts heißen will! ...

Hallo Michael und Mitleser,

auch das MAIHAK MMK6 hatte ein solches Zählwerk:

Viele Grüße aus Reykjavik
Hajo
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MGW51
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Beitrag7/18, Verfasst am: 05.08.2020, 22:12   

Betreff:
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Lieber Hajo,

das scheint mir ein Volltreffer zu sein. Zumindestens ist die Skala mit der von André absolut identisch.
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Beitrag8/18, Verfasst am: 05.08.2020, 22:32   

Betreff:
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Hab noch mal ein Nahfoto der Zählwerksuhr im MAIHAK gemacht:

Die Ähnlichkeit ist schon enorm.

Gruß Hajo
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Beitrag9/18, Verfasst am: 05.08.2020, 22:36   

Betreff:
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Ja, toll!
In der Großaufnahme ist es gut erkennbar,daß es doch ein paar Abweichungen gibt: die offenen Dreiecke und auch die Ziffern sind etwas anders, ganz deutlich bei der "4" zu sehen.

Also grundsätzlich ist diese Ausführung ein typisches Kind ihrer Zeit. Etwas später kamen die dekadischen Zähler und den Vogel abgeschossen hat wohl das KB100 mit seinem Zähler, der ein Alleinstellungsmerkmal sein dürfte.

Nun bin ich wohl dran mein UHER-Zeugs auszugraben Wink
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Beitrag10/18, Verfasst am: 05.08.2020, 22:56   

Betreff:
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André schrieb wie folgt:
Die weiße Abdeckplatte ist ja auch ein ganz feines Material, welches scheinbar nicht nachlackiert wurde,


So fein ist das Zeug wirklich nicht, im Gegenteil, es ist deutlich spröder als die späteren braunen Abdeckplatten. Zudem wirkt die unlackierte Oberfläche etwas "sülzig". Ich habe selbst eine solche Abdeckung mit weißer Überlackierung in Händen gehabt - kann aber nicht sagen, ob das Original ab Werk (Einbaugerät in großem Schrank) so war oder eine individuelle Ausführung. Das fiel mir jedenfalls gleich auf weil der Lack im Gegensatz zum unbehandelten Teil eine homogene Farbe erzeugt.
Ich gebe zu, daß mich das seinerzeit nicht sonderlich interessiert hat, war eben nur ein Umstand weil man sich bei der Montage besonders vorsehen mußte.

Ab Werk gab es neben den Hammerschlag silber auch im Kupferton lackierte Platten, das ist sicher. Am schönsten fand ich die tief weinrot "leuchtenden" Platten die es bis zum Typ 3 gab. Danach wurden sie in Kaffebraun gepreßt und dazu war das Dreieck über den Köpfen aufgerauht.

Vorhin rollte mir eine zweiteilige Lautsprecherblende vor die Füße: Schokobraun mit elfenbeifarbenem Gitter. Also genau andersherum als ich es im Gedächtnis hatte.
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Beitrag11/18, Verfasst am: 06.08.2020, 12:43   

Betreff: UHER 95
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Nun habe ich mal auf meinem Schrottplatz geschaut und meine Erinnerung war so schlecht doch nicht.

Im Wrack eines UHER 95 steckt noch exakt so eine Uhr wie in Hajos MAIHAK!
Sie ist damit vom Zifferblatt nicht zu 100% mit dem Fundstück von André identisch.

Da der Aufbau des Anzeigeteiles dieser Uhren anders ist als jener der in den BG 20 / 21 gehe ich beim Exponat von André von einer Bastelarbeit aus. Absolut bestärken tut mich dabei die obskure Steckverbindung für den Lampenstrom. Das wurde im Original ganz anders gelöst.

Das Oberteil, welches zugleich die Zifferblattabdeckung darstellt ist bei den "West-Rolexen" vollständig aus Kunststoff und mit dem Träger dreifach verschraubt. Der als Uhrstecker dienende Knubbel ist ebenfalls mittels Madenschraube auf der Betätigungswelle geklemmt.

Im Gegensatz dazu haben die "Ost-Rolexe" eine einfache, plane Abdeckscheibe die mit einem metallenen Aufsteckring am Metallkorpus gehalten wird und zur Betätigung dient - typisch Uhr - ein echter Uhrstecker.
Auf Grund dieser Unterschiede ist eine Direktbeleuchtung der DDR-Zählwerksuhren nicht möglich. Da auch hier bei André der "Metallring" im Foto durchscheinend aussieht, ist er wohl aus metallisiertem Kunststoff - oder das Foto täuscht. Ich habe paar Fotos gemacht, mehr in der Galerie!


André schrieb wie folgt:
Laut ernster Aussage des Verkäufers mit Telefonat, wäre das ein werksinterner Versuch bei einem Smaragd BG20/2 gewesen...

Diese Aussage will ich nicht anzweifeln, schauen wir doch mal, wann das UHER 95 bzw. die MMK 6 auf den Markt gekommen sind - das wird wohl manches erklären.
Fakt ist, daß das BG20 - anders als das KB100 - von Anbeginn ohne Zählwerk geplant war. Deswegen sind die Druckgußchassis an der Position auch noch völlig eben. Beim wesentlich moderneren KB100 hingegen sind die ersten Serien ohne Zähler, mit einer Pappabdeckung im Sichtfenster, ausgeliefert worden weil der Zulieferer nicht aus dem Knick kam. Das Zählwerk konnte dann leicht nachgerüstet werden - an sowas hatten die Berliner gar nicht gedacht!

Man wollte späterhin die Optik in Richtung Symmetrie aufwerten, aber das war dann allein Sache der Erzgebirger. Ich vermute einfach mal, daß die "Ost-Rolex" vom Design her einfach nachempfunden worden ist weil sich das so anbot. Viel später hat man dann ja als letzten Schachzug die EM11 gegen eine EM84 getauscht und im gleichen Zuge das dekadische Zählwerk eingeführt. Letzteres mit erheblich geringerer Lebenserwartung - klar, Rolex bleibt Rolex Smile
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Beitrag12/18, Verfasst am: 06.08.2020, 23:04   

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Hallo zusammen,

ich bin schier schockiert was Ihr da so alles auf den Tisch legt. Alles schlüssig und plausibel. Ich könnte mir durchaus vorstellen, das einige findige Köpfe diese Ost Rolex der Entwicklung vorgelegt haben und die Herren dann gesagt haben: Wir bauen kein Playboy Tonbandgerät. Das war in der Autoentwicklung nicht anders. Ich nehme dieses Teil jetzt mal als Unikat hin und bau es wie gesagt in das Luxus Smaragd. Bin auf das Ergebnis gespannt und nehm dann Lob und Tadel gerne an.
Michael. Die weiße Abdeckung des BG20 ist nicht lackiert. Die ist unten auch weiß. Gleiche Struktur wie oben. Da bin ich auch ganz sicher, weil ich einen Bruch an der linken oberen Ecke mit Schleifstaub von unten kaschieren musste. Dank heutiger Kleber und Verfahren ist nur unten drunter etwas vom Bruch zu sehen. Auf dem Bild noch nicht ganz fertig.



Gleich noch hinterher die Lautsprecherblenden:



Links ist die vom BG20 und rechts wie sie später waren.

Ich finde es ganz toll, daß es doch noch ein paar Verrückte gibt, die dem alten Kram Ihr Tribut zollen. 56 Jahre alte Geräte (spez. in meinen Fällen) und älter, zeigen doch immer wieder zu was sie fähig sind und was für Geschichten dahinter stecken. Wahr oder nicht, kann im Zweifelsfall egal sein solange es nur irgendwie authentisch zu sein scheint.

In diesem Sinn und danke für Euer Interesse incl. Recherchen.


Ganz liebe Grüße Andre

PS: Geht mir doch heute ein von Gerald (sngzl) die Tage und Michael schon länger empfohlenes Leipziger BG19 durch die Lappen...... Embarassed GRRRRRRRR Embarassed
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Beitrag13/18, Verfasst am: 07.08.2020, 01:13   

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André schrieb wie folgt:
Die weiße Abdeckung des BG20 ist nicht lackiert.


Ja, diese nicht, sieht man auch recht deutlich. Wobei eben richtig weiß sind die Dinger nicht wirklich!

Im Gegensatz dazu ist die lackierte Variante auf Anhieb an dem klaren Weiß zu erkennen. Ist auch untendrunter naturbelassen.

Wegen dem BG19 mußt Du nicht trauern - davon gibt es noch reichlich Smile
Allerdings weiß ich nicht, wie das aussah was Du da auf dem Schirm hattest - meistens sind die Koffer elend beschunden und die Schlösser und Beschläge total vergammelt. Wenn man da mal was ordentliches erwischt ist es großes Glück.

Trotzdem, ich wünsch Dir viel Erfolg!
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Beitrag14/18, Verfasst am: 20.08.2020, 22:44   

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Hallo mein lieber Michael,

nee trauern tu ich ich nicht wegen dem BG19 und trotzdem doch. Es war mit 20 Ocken ein guter Preis und Du kennst ja den Vernickeltrick. Sei's drum. Ich hätte meinen Koffer sogar für ein Leipziger Gerät geopfert. Auch wenn's dann nicht mehr original wäre.

Zur Rolex. Ich hab dieses Teil jetzt schon mehrfach bei Maihak Geräten gesehen, nur eben immer wieder anders und nicht hinterleuchtet. Das Zifferblatt allein gibt schon einige Rätsel auf. Ich glaub ich muß mir doch mal Geräte BG20/1-2-3 zulegen um das genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wie dem auch sei. Ich finde es immer noch eine schöne Steilvorlage und wie sagt man: Warum nicht?

Liebe Grüße Andre

PS: @ Hajo: Ich weiß immer noch nicht was ich Dir getan hab. Ich bin Themenersteller, ja und auch Mitleser. Vielleicht auch mit Namen.
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Beitrag15/18, Verfasst am: 20.08.2020, 23:10   

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Lieber André,

da die Maihak-Geräte professionelle Reporter-Aufnahmeapparate sind, über einen Federmotor verfügen und der Verstärker mit Batterieröhren ausgerüstet ist, verbieten sich jegliche Spielereien die außer Strom zu verbraten zu nichts taugen.

Später dann, als die Röhren den Halbleitern wichen, war das Thema Stromverbrauch deutlich entspannter.

Schauen wir wieder auf UHER: Bei den Report ist die Beleuchtung des Indikators nur per selbstrückstellendem Tast- bzw. Zugkontakt möglich. Eine Funktion die durchaus angemessen ist um den Ladezustand, nicht etwa permanent die Aussteuerung zu kontrollieren. Es gibt auch Lösungen, bei denen Beleuchtungen nur mit Netzbetrieb dauerhaft zuschaltbar sind oder automatisch aktiviert werden. Kudelski machte da m. W. keine Ausnahme.

Echte Profitechnik verzichtet von Haus aus auf zweifelhafte weil nicht wirklich notwendige Effekte. Das ist bei Heimelektronik grundsätzlich gegenteilig. Es muß "was blinken oder bunt leuchten" - wozu ist Nebensache.
Wir Altertumsfeteschisten sind natürlich bestrebt, auch solch banale Dinge wie eine Glimmröhre stilecht nachzubilden was sowohl die Bauform als auch die Lichtfarbe betrifft. Sei ein paar Jahren gibt es lichtstarke blaue LEDs zu erschwinglichen Preisen. Seitdem muß jedes Ding an irgendeiner Stelle blau flimmern - schrecklich! Am Tag bei großer Helligkeit ist ein blau leuchtendes Display nahezu unsichtbar bzw. nicht zu erkennen. Rote LEDs dagegen lassen sich auch bei Sonnenlicht gut lesen. Aber die sind nicht "in".

Verrückte Welt!

LG, Michael
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