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W18N - Änderungen der Codierung
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MGW51
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Beitrag1/6, Verfasst am: 31.03.2006, 01:58   

Betreff:   W18N - Änderungen der Codierung
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Um eine Abstimmanzeigeröhre zu prüfen, so, daß man auch richtig was zu sehen bekommt, ist zumeist die Original-Lochung ungeeignet. Die Anzeigeröhre wird genauso wie ein Verstärker auf Emissionsleistung geprüft. In wenigen Fällen, wie bei einer EFM11 z.B. ist das für das Pentodensystem auch in Ordnung. Allerdings wird das Anzeigesystem genauso geprüft und das bringt nun eben nicht viel weil diese Information unbedeutend ist. Bei solchen Röhren ist die optische Brauchbarkeit das selektive Kriterium weshalb eine visuelle Prüfung weit mehr aussagt als eine simple Strommessung.
Als Beispiel die EM11:



Die durchgekreuzte Karte zeigt das Original, darunter die Änderung. Beachte unbedingt den Hinweis in Rotschrift!

Was ist nun passiert?

In der oberen Ansicht die Originalkarte mit der fehlerhaften Lochung. Hier liegt Pin 7, ein Steuersteg, am gleichen Anschluß wie Pin 1, der Leuchtschirm! Darunter die korrigierte Version bei der lediglich das falsche Loch zwei Etagen tiefer gelegt ist. Dort bekommt es den Schirmgitteranschluß und damit können sowohl die Röhre als auch das Meßwerk gefahrlos betrieben werden, der Strom geht auf den korrekten Sollwert zurück. Bei der Tungsramlampe war der Zeigerausschlag ganz schnell ganz heftig, so daß ich schon um das Instrument fürchtete.

Eine ganz einfache Maßnahme, wobei das falsche Loch natürlich auch sicher abgeklebt werden muß!

Der Fehler ist, wie nicht anders zu erwarten auch auf der UM11-Karte vertreten.

Demnächst werde ich für die beiden Röhrentypen eine "Universalkarte" entwerfen und hier vorstellen. Sofern sie sich in der Praxis bewährt hat.
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Beitrag2/6, Verfasst am: 31.03.2006, 17:49   

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Ein Pendant zur EM11 ist die Amerika-Röhre 6E5 die es auch als OSW-Röhre gibt. Recht günstig konnte man seinerzeit die identischen 6E5C (das kyrillische C steht für den Buchstaben S!) erwerben. Heute ist der Markt an neuen Abstimmanzeigeröhren recht ruhig. Leider. Alles das zur EM11 gesagte trifft also auch auf die einfachere 6E5 zu. Hier sind zwei Löcher neu anzubringen; wenn die alte Karte beibehalten werden soll gilt auch hier, daß die nun falschen Löcher unbedingt sicher abzukleben sind.



Ich möchte grundsätzlich dazu raten, diese Karten selbst anzufertigen und nicht die Codierung der Originalkarten zu "erweitern". Meistens stecke ich praktischerweise "aus dem Ärmel" da mir dieses Gefummel mit den Karten sehr lästig ist. Allerdings, bei seltenen Exemplaren oder Verbundröhren, gehe ich dann doch lieber auf Nummer Sicher!
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Beitrag3/6, Verfasst am: 01.04.2006, 02:42   

Betreff:
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Um Magische Augen zu prüfen, sind die meisten (alle mir bekannten) Prüfkarten ungeeignet.

Für das Leuchtsystem ist der Anodenstrom völlig uninteressant. Es zählt einzig und alleine die richtige optische Anzeige. Dazu gehört eine gewisse Helligkeit, damit etwas zu sehen ist und der passende Ausschlag zur Steuerspannung.

Ich prüfe eine EM 11 (Zweibereichsauge) beispielsweise so:
Heizung: 6,3 V
Leuchtschirm: 250 V
Anode und Steuerstab 1: 2 MOhm an Leuchtschirm
Anode und Steuerstab 2: 1 MOhm an Leuchtschirm
Steuergitter: Bereich 1, 0?-4 V; Bereich 2, -4?-20 V

Für diese Messung habe ich zwei Widerstandsdekaden gebaut.

Nur bei Magischen Augen (EFM11), die auch als Empfangsverstärker dienen, ist noch eine weitere normale Röhrenprüfung nötig.
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MGW51
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Beitrag4/6, Verfasst am: 01.04.2006, 12:50   

Betreff:
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So wie Du es beschreibst, stimmt die Prüfung ja mit den tatsächlichen Betriebsverhältnissen in einem Rundfunkgerät weitgehend überein und von daher ist das auch eine absolut realistische Anzeige.

Das Kernproblem vieler Röhrenprüfer, so auch des W18N, liegt ja darin, daß sie max. "200 Volt=" unstab. bereitstellen und auf dieser Basis versuche ich eine Kompromißlösung anzubieten.

Eleganter wäre natürlich eine entsprechende Änderung am W18N, die aber recht kompliziert ist. Bevor ich darüber nachdenke, sollte erstmal eruiert werden, ob es da schon was in der Richtung gibt. Die mechanische Umsetzung ist ja immer das eigentliche Problem bei solchen kompakten Geräten
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Beitrag5/6, Verfasst am: 01.04.2006, 15:52   

Betreff:
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Ja, das sind genau die Messbedingungen, die die Röhrenhersteller bei der Endabnahme einhalten. Nur, die interessieren sich auch noch für die Ströme.

Um das W18N umzubauen, gibt es 3 Probleme (Beispiel EM11):

1. Die Leuchtschirmspannung: Statt 250V lassen sich auch 200 nehmen. Die Röhre wird etwas dunkler und empfindlicher. Auf Dauer wird man aber mit 200V nicht auskommen.
2. Der Anschluss der Steuersteg-Widerstände. Es fehlen die Anschlussbuchsen. Sie liessen sich vielleicht nachristen, oder man baut einen Adapter mit Bananenbuchsen. Der darf freilich auch auf einer anderen Fassung liegen.
3. Die Steuerspannungen. Hier stößt das W18N an seine Grenzen. Eventuell sollte man die Spannung von aussen zuführen.

Im Prinzip bleibt von dem W18N dann nur noch die Schlussprüfung, Heiz- und Anodenspannungsversorgung und die Fassung übrig. Wenn man schon so weit ist, sollte man an Neubau eines geeigneten Röhrenmessgerätes denken.

Gruß, Hans-Thomas
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Beitrag6/6, Verfasst am: 19.11.2013, 18:05   

Betreff: Spezialprüfkarte für EM11 / UM11
Zusatz:       Nur nachahmen wenn man weiß was man tut!
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Um den Faden wieder aufzunehmen, stelle ich hier mal eine der von mir entwickelten Spezialprüfkarten vor. Anlaß für diese Entwicklung war einerseits der Umstand, daß die Originalkarten nur das Prädikat unbrauchbarer Schrott haben und zum anderen eine rein praktische Erwägung. Hat man eine gewisse Menge an Ausbauröhren vorliegen und möchte dabei die Spreu vom Weizen trennen, dann ist es außerordentlich nervtötend, wenn man mehrmals hintereinander alle Stifte ziehen und die Karte wechseln muß wie es eben nötig wird, wenn der Aufdruck nicht mehr lesbar ist. Daß es eine EM11 oder UM11 ist, kann man unzweideutig am Aufbau erkennen - egal welcher Hersteller. Davon abgesehen stempelte ja auch Tungsram seine Augen gleichermaßen obwohl es sich bei diesen keinesfalls um echte xM11 handelt! Also ein typischer Etikettenschwindel. Diese Problematik wird in einem eigenen Thread ausführlich besprochen. Der Hinweis zu den Tungsramlampen sollte unbedingt ernstgenommen werden.



Es sollte keine große Herausforderung sein, die auf der Karte angegebenen Hinweise und Warnungen zu lesen und zu beherzigen.

Die Arbeitsweise ist einfach und orientiert sich einzig daran, der Lampe die größtmögliche Sorgfalt angedeihen zu lassen, solange man nicht 100%ig sicher ist, welchen Typ man denn nun prüfen will!
Im Zweifelsfall also stets wie Tungsram EM11 stöpseln - es ist leicht zu erkennen wenn der Faden nicht auf Glühtemperatur kommen will und nur dann werden die Heizungsstifte in die mit UM11 markierten Positionen umgesteckt.
Auch mit der Tungsramschaltung auf 150 Volt sollte eine brauchbare echte xM11 ein zwar dunkles aber erkennbares Anzeigebild liefern. Das Instrument darf hierbei nahezu nichts anzeigen; ist aber ein deutlicher Ausschlag zu erkennen, dann handelt es sich um eine Tungsramröhre - anderenfalls wird die Ua jetzt auf "200" umgestöpselt was einen hellen Schirm und scharf gezeichnete Sektoren erzeugen sollte. Eine Gütebeurteilung ist durch den unterschiedlich starken Einbrand, oder sollte man es besser als Ausbrand bezeichnen, leicht möglich. Wenn das Rohr steuert, was auch leicht zu prüfen ist, kann man noch ganz kurz einen weiteren Test durchführen. Es ist aber nicht zwingend notwendig und sollte nicht länger als 1 ... 2 Sekunden dauern Exclamation

Diese Karte hat sich in der praktischen Anwendung bestens bewährt - doch wie gesagt, der Autor haftet nicht für fremde Schusselfehler Mr. Green
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