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Spannungsfestigkeit von Lade- und Sieb-Elko's
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TipFox
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Beitrag1/1, Verfasst am: 21.02.2012, 12:00   

Betreff:   Spannungsfestigkeit von Lade- und Sieb-Elko's
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Bei der Restauration alter Geräte wird man immer wieder vor dem Problem stehen, dass Netzteil-Elkos Kapazität verloren haben oder so große Leckströme haben, dass sie ausgewechselt werden müssen. Hier stellt sich dann immer die Frage nach der erforderlichen Spannungsfestigkeit ....

Das ist eigentlich eine der leichtesten Übungen, trotzdem passieren hier immer wieder Irrtümer die zu vermeidbaren Folgefehlern führen können.

Daher hier noch einmal kurz die Grundlagen:

- Ausgangspunkt ist die Wechselspannung, die am Gleichrichter anliegt. Man sollte sie unbedingt messen - und zwar ohne Belastung, also Wicklung ablöten! Angaben in alten Schaltbildern sind heute grundsätzlich falsch, da sie sich auf eine Netzspannung beziehen, die heute ncht mehr gültig ist. Ausserdem haben die Hersteller meist ein paar Windungen mehr aufgebracht, um Trafoverluste auszugleichen. Dieses "Mehr" muss aber in unsere Rechnung einbezogen werden !

- hat man diese Spannung ermittelt, muss man sich klar machen, dass man mit dem Messgerät eine Effektivspannung (Ueff) misst!
Der Spitzenwert einer sinusförmigen Wechselspannung errechnet sich zu

U^ = Ueff * Wurzel 2

Beispiel:

wenn man eine Eingansspannung von 250V Wechselspannung gemessen hat, denn beträgt deren Spitzenspannung

U^ = 250[V] * 1,414 = 353V

Das ist nun genau die Spannung, auf die sich sowohl Lade- als auch Siebelko im Netzteil aufladen, wenn kein Laststrom fließt.

Diesen Zustand (kein Laststrom) hat man bei jedem Einschalten eines Röhrengerätes, ganz besonders bei solchen mit Halbleitergleichrichtern. Der Gleichrichter arbeitet früher, als die Endstufenröhre Strom ziehen kann - und damit steigt die Spannung zunächst einmal bis auf den Maximalwert, bevor dann der Ruhestrom die Spannung auf die Betriebswerte absinken lässt.

Für dieses Beipiel bedeutet dass: sowohl Lade- als auch Siebelko müssen mindestens eine Spannungfestigkeit von 353V haben, der nächste Normwert wäre ein Elko für 385V bzw. heute 400V.

Heute gäbe es andere Lösungen, die nicht so hohe Spannungsfestigkeiten erfordern würden, aber man will die alten Geräte ja nicht umbauen, sondern möglichst bei der Originalschaltung bleiben.


Unabhängig von vorab Gesagtem:

es lohnt sich _IMMER_ zu testen, ob sich der vermeintlich defekte Elko nicht regenerieren lässt, in sehr vielen Fällen muss man dann keine Bezugsquelle für so spannungsfeste Teile suchen Wink

P.S.: noch'n Tipp: die Kapazitätswerte in alten Geräten sind wohl bedacht - Veränderungen haben unvorhersehbare Folgen. So kann ein größerer Lade-C z.B. eine Gleichrichterröhre zerstören oder den Brumm vergrößern, statt verkleinern ...
_________________
Gruß TipFox
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