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Bandspule: 22er Olympia-Spule 1953, Aluminium, aus Löbau
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19null5
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Beitrag1/4, Verfasst am: 06.05.2011, 23:23   

Betreff:   Bandspule: 22er Olympia-Spule 1953, Aluminium, aus Löbau
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Liebe Tonbandfreunde,

mir ist eine Aluminium-Spule in die Hände gekommen, die ich in dieser Art vorher noch nie gesehen habe:



d= 220/80 mm
Materialstärke = 1 mm

Auf dem Kern ist zirkular zu lesen:
Magnettonbandspulee
Spule 22 DIN 45514 AL
* 500 m 2. Spur

* ist ein Firmenzeichen mit dem Wort "OLYMPIA" und den olympischen Ringen.

Auf den Speichen steht jeweils:
Minutenteilung für 19,05 cm/s und die entsprechenden Zahlen.

Viele Grüße
Hajo
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Beitrag2/4, Verfasst am: 07.05.2011, 00:01   

Betreff:
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Nunja, lieber Hajo, wir sprachen ja schon am Telefon darüber und wie immer habe ich das vergessen - erst jetzt, als ich Dein Bild dazu sah, fiel es mir wieder ein.

Die Olympiaspule von Werner Genenncher aus L?bau in Sachsen entstand zu einer Zeit, als die DIN 45514 noch im Entwurfsstadium vorlag! Die Gebrauchsmustereinreichung beim DPA München stammt vom November 1953. Somit kann davon ausgegangen werden, daß Genenncher einer der ersten war, welcher sich privat um 1951/1952 ein industriell gefertigtes Magnettonbandgerät anschaffte. Und was kann es wohl anderes gewesen sein als ein BG19 aus dem Funkwerk Leipzig? Ein Staßfurter MTG19 scheidet ebenso aus wie ein Rochlitzer MTG denn beide Gurken sind, genau wie das BG190 und Schneiders Tongerät1 noch mit 20-er Aufnahmedorn versehen. Andere Hersteller für Heimtonbandgeräte gab es hierzulanden noch nicht, von Handwerksfirmen wie Schneider mal abgesehen.

Die 22-er Spule ist grundsätzlich ein Faktum, mit dem sich der verfügbare Bereich an Geräten schön eingrenzen läßt denn es war durchaus auch im Heimsektor noch üblich, mit 1000-er Rohwickel zu hantieren.

Genenncher hat auf jeden Fall das Dilemma der materialbedingten Instabilitäten solch großer Spulen genau gekannt denn das allein kann der Ausgangspunkt gewesen sein, der ihn zu seiner Entwicklung trieb. In der späteren, endgültigen Fassung der DIN 45514 ist für die Spulengröße 22 ein Kerndurchmesser von 100 mm vorgeschrieben. Damit bietet dieses Spule gleiche Zugverhältnisse wie ein klassischer Rohwickel. Zugleich wird das Gebilde selbst aber auch in sich stabiler da die Speichen kürzer sind um den Kranz zu tragen. Doch genug davon, hier mal was echt "papiernes", per Klick geht es in die Galerie mit der Seite 1 der Anmeldung als PDF - bitte Geduld, das Dokument ladet selbständig, FoxitReader oder Plugin für FF muß vorhanden sein.


Klick mich! (Nur Mitglieder!)

Was sich wohl Genenncher und die Herren PatentanwÖlte bei dem Markennamen 'OLYMPIA' gedacht haben, ist nicht überliefert. Anscheinend hat es aber wohl die Niedersedlitzer auch nicht weiter gekratzt Smile
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Grüße aus der Lausitz von MichaelZ.

Die Reform der Rechtschreibung ist ein Symptom dafür, daß die Deutschen ihre Sprache nicht lieben.
(Eugen Ruge, Schriftsteller, 2018)
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capstan
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Beitrag3/4, Verfasst am: 21.06.2011, 11:29   

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Diese Spule ist auch mir in den frühen Jahren schon begegnet.
Ich habe damals ein Exemplar testweise als Neuteil gekauft.
Allerdings war mir dieses Gebilde schon bald unsymphatisch, da sich die Flansche schon durch das Anfassen der Spule sehr leicht verbogen und nur schwer wieder ordentlich richten liesen.
Man verwendete ein zu weiches "Dachrinnenaluminium", welches sich zwar sehr leicht pr?gen lies, dem es aber trotz stabilisierender Profilierungen an der nötigen Steifigkeit fehlte.
Mir sind diese Spulen nur als ständig verbogene, an Band und Gerät schleifende Notlösungen in Erinnerung geblieben.
Der Name OLYMPIA war damals sehr populär, nicht nur Autofirmen nannten ihre Modelle so, auch Schreibmaschinen trugen diesen klangvollen Namen.
Leider steht dieser Name auch im Zusammenhang mit dem Ende der glanzvollen Geschichte deutscher Studiotechnik.
Als der Name TELEFUNKEN von den Bandmaschinen der AEG verschwand, dauerte es nicht mehr lange bis der marode Büromaschinenhersteller OLYMPIA das Ende der analogen Maschinen in Deutschland einläutete.

Gruß

Bernd
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MGW51
Site Admin


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Beitrag4/4, Verfasst am: 21.06.2011, 19:22   

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Ja Bernd, die Materialproblematik ist eine der größten Genickbrecher für alle nur denkbaren Ideen hierzulanden gewesen.
Eiernde und horizontal schlagende Polystyrolspulen hatten wir ja schon immer, da waren die Alur?der eine passende Ergänzung. Genenncher schreibt ja selbst zu den Vorz?gen seiner Erfindung, daß das Teil biegsam sei Smile

Ich meine, die einzigen Spulen jener Jahre welche nicht herumeierten waren die PVC-"Filmspulen" mit 20-er Mittelloch. Alles andere mit Speichen, was danach kam, war nur +/- mangelhaft.
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Grüße aus der Lausitz von MichaelZ.

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