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MoMiGA - Mobile Mini Guitar Amp
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TipFox
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Beitrag1/23, Verfasst am: 15.06.2007, 03:07   

Betreff:   MoMiGA - Mobile Mini Guitar Amp
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Der MoMiGA (Mobile Mini Guitar Amp)

Hallo Bastelfreunde,

schon seit längerem geistert eine Idee in meinem Kopf herum, die ich nun endlich realisieren will.
Es geht um einen batterie-/akkubetriebenen Übungsverstärker für E-Gitarre. Es gibt auch käufliche Lösungen, wie z.B. hier den "MS-2" von Marshall:

Wie man sieht, ein recht "schnuckeliges" Gerätchen, dass man am Gürtel tragen kann. Nur leider ist es nicht mehr als ein Gag - das Ding klingt wie ein Zahnputzbecher und ein 9V-Akku ist bei "Overdrive"- Betrieb nach 15...20 Minuten leer gespielt. Also ganz lustig, aber nicht wirklich zum Üben geeignet.

Meine Idee ist, das Ganze mit russischen Miniaturröhren zu realisieren. Zwei hintereinander geschaltete Stufen mit der 1sh24b (1j24b), in der Verstärkung einstellbar und eine Endstufe mit ein paar hundert Milliwatt, keine Klangregelung (ist an der Gitarre) das sollte reichen. Auf Grund der Notwendigkeit einer Anodenbatterie (vorgesehen 72V) komme ich da natürlich nicht ganz so klein weg. Als Gehäuse soll daher dieser traurige Überrest eines Schaub Lorenz "Weekend 80" herhalten, das gibt dann noch den besonderen "AHA-Effekt", wenn sich das "Transistor-Kofferradio" als Vollröhren - Gitarrenverstärker entpuppt Daumen hoch


Als Endstufe hätte ich nun zu einer DL9x greifen können, ein paar hundert Milliwatt schaffen die locker. Aber ich habe noch einige 1Sh29b (1j29b) auf Lager - und russische Röhren sollten es ja sein Wink. Da mir der Anodenstrom (5,3 mA bei 60V) doch sehr niedrig erschien, habe ich einfach "brutal" 2 Röhren parallel geschaltet und daraus eine SE-Endstufe aufgebaut.

Hier die fertige Endstufe - kaum zu glauben, aber mehr ist es nicht Wink


Und hier die Schaltung:


Als Ausgangsübertrager wird ein alter Radio-Aü (Blaupunkt) verwendet. Dessen beide Gegentakt-Primärwicklungen in Reihe geschaltet ergeben bei 4 Ohm Belastung eine primäre Impedanz von 6,3 KOhm. Der Lautsprecher ist ein offener Breitbandtyp mit Hochtonkegel - nicht, weil das sein müsste, sondern weil er gerade da war ...
Hier sieht man die Endstufe mit dem Master-Volume Poti durch dicken Kupferdraht zu einer Baugruppe zusammen gefasst, die man dann "bequem" in das Gehäuse einsetzen kann.


Damit kann man dann auch schon mal eine "Anprobe" machen ...


Der Lautsprecher ist auch bereits montiert. Dabei wurde auch die durch Weichmacher zerbröselte "Anti-Dröhn"-Matte unter der Frontabdeckung erneuert, die Abdeckung soll ja nicht scheppern ...
Die beiden Verstärkerstufen mit der 1sh24b wurden dann identisch aufgebaut und klanglich mit Gitarre und Endstufe abgestimmt. (was sich hier so lapidar anhört, dauerte natürlich etliche Stunden - mit ständigen Anpassungen/Hörproben/Anpassungen ..../.... ).

Die endgültige Schaltung sieht so aus:


Danach war das Ergebnis für mich so überraschend gut, dass ich mich kaum noch traute, den Testaufbau wieder auseinander zu nehmen... Die Treiberstufe wird, wiederum mit starkem Kupferdraht, an der Endstufenbaugruppe befestigt ABER KEINESFALLS WERDEN DIE MASSEN verbunden! Das gäbe eine schöne Brummschleife ...



Die Anschlussdrähte / -kabel wurden daraufhin an der so entstandenen Baugruppe befestigt. Signalführende Leitungen werden abgeschirmt ausgeführt, wobei die Masse nur einseitig aufgelegt wird. Jede Stufe erhält eine gesonderte Masseleitung, die später zum zentralen Massepunkt führen sollen.

Hier sieht man die "Anprobe" im Gehäuse:


Wie man sieht, geht es jetzt schon etwas enger zu ...
Nachdem nun auch der AÜ montiert ist, kann die Endstufen-/Treiberbaugruppe schon mal mit diesem verdrahtet und der Lautsprecher angeschlossen werden.

Der Stand bis hierhin also: Treiber- und Endstufe sind eingebaut und funktionieren Wink

Fortsetzung folgt...
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Gruß TipFox

Zuletzt bearbeitet von TipFox am 07.11.2013, 23:30, insgesamt einmal bearbeitet
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TipFox
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Beitrag2/23, Verfasst am: 15.06.2007, 20:10   

Betreff: MoMiGA - Mobile Mini Guitar Amp
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Weiter geht's!

Zunächst wurde die Vorstufe eingebaut, was sich als recht schwierig erwies - der Platz ist doch sehr begrenzt, wenn man bedenkt, dass man da nicht einfach eine Rückwand abnehmen kann. Es ist ein eher "chirurgisches" Arbeiten Wink
Als Eingangsbuchse wird eine 6,3mm - Klinkenbuchse mit Schaltkontakt verwendet, der den Eingang bei gezogenem Stecker nach Masse schaltet.

Hier ein Foto vom jetztigen Zustand:


Jetzt wurde das Gerät getestet - natürlich musste ich erst mal einen Fehler suchen - ein Draht war beim Hantieren abgebrochen - aber dann spielte der Verstärker wie gewünscht...am Netzteil ...
Der restliche Platz muss nun für die Stromversorgung reichen. Für die Heizung soll ein NiMh oder NiCD-Akku mit 1,2V verwendet werden - die Anodenspannung wird aus 20 hinteinander geschalteten Handy-Akkupacks mit je 3,5V/600mAh gewonnen.

ACHTUNG: wer das nachmachen will sollte vorsichtig sein. So ein Akkupack liefert jede Menge Energie - wenn es da zu einem Kurzschluss kommt, schmelzen die Drähte weg! Außerdem sind 72V schon gut spürbar Wink
Die Akkus werden über einen mit dem Verstärkungsregler der Vorstufe gekoppelten, doppelten Schalter an das "Powermodul" geschaltet, hier dessen Schaltung:


Aus Platinen-Reststücken habe ich dann ein Kistchen (eher eine Schale) gebaut, welches den restlichen Raum links neben dem Lautsprecher möglichst ausfüllt - das soll dann das herausnehmbare Powerpack werden - man muss es ja auch laden können :Wink: Daß es sehr knapp wird sieht man hier bei der Anprobe - und es sind zunächst ja nur die Akkupacks, die da provisorisch drauf liegen ...


20 Akkupacks wurden nun hintereinander geschaltet. Dabei stellten sich die Akkus als überlagert heraus - daher mussten sie erst einmal regeneriert werden ... Hier noch eine Ansicht der verbundenen Packs - die Kupferfläche (oder eine davon) der Schale wird später auch der zentrale Massepunkt - d.h. der Rest des Powerpacks muss da auch noch untergebracht werden ...


Die Anodenversorgung wird mit einem Ruhestrom von nur 16mA belastet - d.h., das Pack kann den Verstärker 600/16 = 37,5 Stunden versorgen. Der Heizstrom der 4 Röhren beträgt zusammen 150mA. der vorgesehene Akku (wenn er noch reinpasst Wink ) hat eine Kapazität von 7Ah, kann also die Heizung 7000/150 = > 46 Stunden versorgen. Das werde ich wohl nie benötigen - aber Akkus verlieren ja gerne Kapazität - so habe ich einen grossen Spielraum ...


Wird fortgesetzt ...
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Gruß TipFox

Zuletzt bearbeitet von TipFox am 08.05.2014, 18:19, insgesamt 2-mal bearbeitet
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TipFox
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Beitrag3/23, Verfasst am: 18.06.2007, 18:36   

Betreff: MoMiGA - Mobile Mini Guitar Amp
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So - nun zum dritten und Letzten Teil ....

Die Schale aus Platinenresten wurde zum "Powermodul" :




Wie man sieht, musste ich auf den Einsatz einer Monozelle für die Heizung aus Platzgründen verzichten. Stattdessen wird jetzt eine "C"-Zelle mit 2,4Ah verwendet - das sind dann immer noch 16 Stunden Betriebszeit, mehr als genug Wink
Damit das Ganze auch herausnehmbar ist, wurde noch eine Steckerleiste aus einem alten Sony-TV und ein entsprechender Buchsenstecker zweckentfremdet und bilden jetzt die Schnittstelle zwischen Powerpack und Gerät:



Eingesetzt in das Gerät sieht es dann so aus:

Das Bedienteil wurde noch mit etwas Folie "verschönert" - was noch fehlt, sind 2 Bedienknöpfe für 4mm-Achse, da ist bei mir nichts mehr auf Vorrat Wink



Tja - das war's, da staunt sogar die Katze - ich hoffe, ich habe niemanden gelangweilt ...


Hier noch ein Hörbeispiel
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Gruß TipFox

Zuletzt bearbeitet von TipFox am 03.02.2018, 10:34, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Beitrag4/23, Verfasst am: 18.06.2007, 21:48   

Betreff:
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TipFox schrieb wie folgt:
Tja - das war's, da staunt sogar die Katze - ich hoffe, ich habe niemanden gelangweilt ...


Im Gegenteil!
Das klingt sehr schön!
Aber da ist noch ein Verzerrer davor, nicht? Oder macht das Gerät den Overdrive?

Schön, wenn man so zwei Hobby's verbinden kann.
(Für mein Bass braucht's allerdings mehr Bumms )

Gruß
Manfred
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Beitrag5/23, Verfasst am: 18.06.2007, 23:17   

Betreff:
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Hallo Jürgen,

das war nicht langweilig. Auch Dein Soundfile hat mir gefallen! Allein die Idee in Schaub-Lorenz Weekend 80 so ein Röhrenteil kleiner Leistung zu integrieren. Immerhin Röhre durchgängig. Sehr gute Idee und Realisation.

Sohn Nr. 2 ist ja auch auf dem E-Gitarren-Trip. Finde ich gut und wird auch zu 100% unterstützt. Angefangen hat er mit Yamaha Akustik-Gitarre (teures Teil). Dann war mindestens 2 Jahr Sense. Danach E-Gitarre gewünscht, mit Mini-Verstärker 10 Watt Musikleistung. Hat dann schon ganz gut gerissen, aber von Bass etwas weit entfernt. Diverse Verzerrer noch gekauft: muß man haben, laut Sohn Nr. 2.

Dann war er los, bei den Schulkollegen ein bischen üben. 1 x Bass-Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Michi mit seiner E-Gitarre und dem 10 Watt Spielzeug von Conrad. Kaum zu hören.
Eigentlich kam mir das sehr Recht, mal Austesten, ob das nicht wieder so eine Phase von Sohn Nr. 2 ist.
Das war nicht so, er war nur nicht so recht zu hören, bei den folgenden Proben. Es wird jeden zweiten Tag gespielt in einer alten Scheune auf dem Dorf.

Zum Geburtstag vor 8 Wochen erstmal einen "dicken" Verstärker bei Thomann bestellt + Zusatzbox für die Bühne. Mit diesen 65 Watt Sinus ist Sohn nicht mehr zu überhören.
Er spielt auch schon ganz gut. Auf persönlichen Wunsch eines einzelnen Herrn (Vater) gibt es auch mal Smoke on the water. Nach umstimmen der Gitarre. Ansonsten Musik von System of a down, usw.

Nicht ganz meine Welt, aber ich freue mich für Sohn Nr. 2 und wenn er übt: lass ihn machen. Da habe ich ja wirklich 100% Verständnis. Er übt oben, Vater wuselt im Keller rum in der alten Röhre, Plattenspieler und Bandgerät.

Jürgen, Dein Beitrag hat mich sehr gefreut. Sohn Nr. 2 fragte schon wie sieht der Mann aus, mit dem Soundfile? Kann ich leider nicht sagen, da nur Jugendfoto im Avatar. Wahrscheinlich keine langen Haare mehr, Sohn kann ja kaum mehr was sehen. Voll die Phase mit Haar bis über die Augen und Hosen, die jeder Grundlage widersprechen. Daumen hoch
Aber war bei mir damals in den 70ern auch nicht anders. Für mich völlig o.K., für Oma grauenvoll.

Mit freundlichen Grüßen
ThomasT
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TipFox
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Beitrag6/23, Verfasst am: 19.06.2007, 00:33   

Betreff:
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Hallo,

schön, wenn's gefallen hat Smile

@Manfred: das Schöne ist, dass ich eben keinen extra Verzerrer mehr brauche. Die Verstärkung der 1. Stufe hätte sogar noch deutlich geringer ausfallen dürfen - so habe ich jedenfalls von "Clean" bis verzerrt alles ohne Effektgerät...

@Thomas: lass' Sohn Nr.2 mal machen - Musik machen schadet ganz sicher nicht. Irgend wer hat einmal gesagt: "Das Erlernen eines Musikinstruments weckt die Intelligenz" Smile

Wie "er" aussieht?
Na ja - früüüüher einmal so:


So etwas hat "Sohnemann 2" sicher im Sinn gehabt ....

Aber heute sieht es dann doch etwas anders aus:



Bei der Aufnahme des 1. Bildes (das ist aus meinem Wehrpass *grins* ) war ich schon ca. 5 Jahre mit der Gitarre "zugange", habe aber nie wirklich Gitarren-Unterricht gehabt....
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Gruß TipFox

Zuletzt bearbeitet von TipFox am 07.11.2013, 23:38, insgesamt einmal bearbeitet
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Arno
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Beitrag7/23, Verfasst am: 06.07.2007, 11:44   

Betreff:
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Hallo Jürgen,

etwas spät aber dennoch, ich finde das was Du mit diesem Projekt zustande gebracht hast, einfach genial gut. Und klingen tut es auch noch, was will man mehr Smile . Deine Spielweise gefällt mir übrigens auch sehr gut, viel viel besser, als das was man ansonsten so an Clips in den diversen anderen Gitarren- u. Amp-Foren geboten bekommt.

Ich arbeite zur Zeit an der Reparatur eines Echolette E51 Röhren-Bandecho. Der dazu passende Mischverstärker von Echolette, einen M 120 A, hab ich auch schon fertig. Beim E 51 bin ich auch in den letzten Zügen, fehlen nur noch einige Abgleicharbeiten. Jedenfalls habe ich mit dem E 51 Glück gehabt ( e-bay Kauf im letzten Jahr ), die Tonkoepfe sind noch i.O. kein merkbarer Höhenverlust o. Rauschen! Das Gerät ist sehr kompakt aufgebaut, mit richtig schönen Kabelbäumen zu den einzelnen Platinen, was sich allerdings bei der Reparatur als mehr als hinderlich rausstellte.
Nur mit Tricks u. Kniffs war teilw. an die Komponenten dran zu kommen, ohne die kompl. Platinen mit Kabelbäumen ausbauen zu müssen.
Jedenfalls bin ich von dem Sound dieser Echolette Geräte total begeistert. Nicht nur, das man damit schön authentisch die alten Sachen spielen kann ( ouse of the rising sun, die ganzen Shadowsnummern wie Apache etc, etc), es klingt auch generell für meinen Geschmack gut, mit dem gewissen Vintage touch. Da lasse ich momentan sogar meinen Boogie in der Ecke stehen.

Viele Grüsse
Arno
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TipFox
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Beitrag8/23, Verfasst am: 10.07.2007, 09:24   

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Hallo Arno,

danke - ja, und es macht immer noch Spaß, mit dem Ding zu klimpern Wink
Man kann tatsächlich problemlos einen ganzen Nachmittag üben, die Akkus lässt das im wahrsten Sinne des Wortes kalt ...

Hm - Echolette, da fallen mir meine "Sünden" ein - so ein Ding (NG51, Klemt) steht schon fast 2 Jahre im Regal und wartet auf eine Restaurierung. Die Dinger sind mittlerweile so gesucht, dass mir jemand allen Ernstes schon 500 Euro für das unrestaurierte Gerät geboten hat Daumen hoch Aber ich werde den Teufel tun, so eine Rarität gibt man ja nicht mehr her ...

Hast Du vielleicht noch eine Netzschnur oder auch nur die Kupplung dafür? Ich konnte bisher noch keine passende Kupplung für das Gerät finden, weiß aber, dass diese Kupplungen teilweise auch für Messmittel verwendet wurden...

Einzige Alternative wäre der Austausch der Einbaubuchse gegen eine solche aus einem Computernetzteil - aber das würde mir dann doch "in der Seele weh tun". Sähe sicher nicht schlecht aus, aber für mich wäre es "verbastelt", würde ich also nur im Notfall oder temporär machen :Wink:
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Gruß TipFox

Zuletzt bearbeitet von TipFox am 07.11.2013, 23:41, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag9/23, Verfasst am: 10.07.2007, 10:48   

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Mach bitte mal ein Bild von der Kupplung - da sollte am ehesten eine Lösung zu finden sein.
Umbau ist ein grausiges Wort Shocked
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Grüße aus der Lausitz von MichaelZ.

Die Reform der Rechtschreibung ist ein Symptom dafür, daß die Deutschen ihre Sprache nicht lieben.
(Eugen Ruge, Schriftsteller, 2018)
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TipFox
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Beitrag10/23, Verfasst am: 10.07.2007, 11:40   

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Hallo Michael,

hier ist das "Schmuckstück":


... und hier besagter Netzanschluss, für den ich ein passendes Gegenstück suche:


Vielleicht hat ja wirklich jemand so etwas übrig ?
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Zuletzt bearbeitet von TipFox am 07.11.2013, 23:46, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag11/23, Verfasst am: 10.07.2007, 12:23   

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Achja, das ist der gewöhnliche Kaltgeräteeinbaustecker mit Schutzkontakt am Gehäuse. da werde ich mal suchen, wenn es auch ein DDR-Kupplungsstecker sein darf, dann finde ich sicher was. Nur Einbaustecker habe ich leider nicht mehr, da hatte Gerald den letzten abgefasst.

Also meine Teile sind aus schwarzem Duroplast, genau wie die alten Schokostecker.

Also, ich habe manchmal doch noch mehr Zeug als ich selbst weiß Laughing
Kriegst eine Westkupplung! Die ist aus gleichem Material, aber von anderer Formgebung.


VA schick mal per PN oder Emil.
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Beitrag12/23, Verfasst am: 10.07.2007, 13:13   

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Hallo Michael,

klar darf das auch ein "DDR"-Teil sein Smile "gewöhnliche Kaltgeräteeinbaustecker" - na ja, also so "gewöhnlich" finde ich das nicht, ich kenne eigentlich nur die mit den runden Stiften für "heiße" Geräte wie Bügeleisen ...

Mir geht es einfach nur darum, am Gerät nichts ändern zu müssen. Original-Netzschnur muss nicht unbedingt sein ...

Falls Du einen findest, könntest Du mir damit einen Gefallen tun ...
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Beitrag13/23, Verfasst am: 10.07.2007, 13:27   

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Die mit den dicken Rundstiften sind Heißgerätesteckverbinder. In den 50-ern wurden die auch - mangels etwas geeigneterem - u.a. für elektroakustische Geräte benutzt. Ihle hat in seine Kisten stets solche Stecker eingebaut, ebenso wie Funke und freilich waren auch DDR-TB's wie BG19, BG20 bis zum Typ4, Schneider-Tongerät, MAG60 und andere so ausgestattet.

Das hatte freilich auch noch einen anderen Grund: Man sparte Material und drückte die Gestehungskosten - im Verhältnis zu einer fest angebauten "Schnur".
Eine "Plättschnur" findet (fand) sich in jedem Haushalt!
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Beitrag14/23, Verfasst am: 10.07.2007, 14:28   

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Hallo Jürgen,

ja das stimmt, diese alten Röhren-Bandechogeräte von Echolette oder Dynacord scheinen immer mehr heiss begehrt zu sein. Ich habe neben dem inzw. weitgehend restaurierten Echolette E 51 welches mit dem Vorgänger, dem NG 51 techn. weitgehend identisch ist, auch noch 2 Echocord S 65 von Dynacord. Alle Bandechos habe ich vor ca. 2 Jahren zw. je 70- u. 100 EUR per e-bay erwerben können. Mittlerweile werden tatsächl. Gebote um die 500 EUR abgegeben. M.E. sind das aber leider weit überzogene Preise. Ich würde solch einen Preis nur zahlen, wenn ich mich per Abholung von einem ausserordentlich guten Zustand ( Verschleiss Laufwerk / Tonkoepfe ! )u. der einwandfreien Funktion überzeugen könnte. Man muß doch einiges in die Geräte investieren, um diese wirklich wieder flott zu bekommen. Meist sind zB. die HV-Becherelko's hin, oder die Poti's und Trimmer, wie auch bei meinem E 51 fast alle Schleifer der Trimmpotis und z.T. auch der Einstellpotis Fabr. RUWIDO einfach weggebrochen waren. Ganz abgesehen vom Zustand der Andruckrolle, Umlenkrollen, Bandführungsteile und der Tonkoepfe. Diese Geräte sind auch sehr kompakt gebaut und es ist wirklich "the pain in the ass" wenn man zum Austausch an die Platinen ran muß. Diese sind zw. fein säuberlich mit Kabelbäumen verbunden aber an den armen Servicetechniker hat man wohl damals nicht so gedacht. Die Bestückungsseiten sind den Chassisblechen zugewand, die man aber nicht einzeln abnehmen kann, zumindest bei dem E 51 Typ.
Auch fortgeschrittene Chassis Korrosion ist bei diesen Geräten leider oft festzustellen. Auf den e-bay Bildern dank schlechter Auflösung gar nicht zu erkennen.
Dazu kommen noch die unbedingt zu empfehlenden Serviceunterlagen, ohne die ein richtiger Abgleich des Echogeräte eher Glückssache ist. Ohne Werbung machen zu wollen, kann ich da als Bezugsquelle die Seite von Hans Ohms nur empfehlen. Neben dem Schaltplan u.d. Bedienungsanleitung erhält man ein sehr liebevoll u. detailliert aufbereitetes Werkstattheft mit allen zur Erfolgreichen Reparatur notw. Angaben u. hifreichen Hinweisen.
Hier kurz der link:
www.el-me-se.de

Das mit den alten Kaltgerätebuchsen ist ein Problem. Die sind auch in den Echocord-Geräten de Serie S 61, 62 u. 65 verbaut worden.Auch die entspr. Anschlusskabel mit Stecker sind nur noch mit Glück zu bekommen.

Jedenfalls lohnt es sich ganz bestimmt, diese Geräte wieder flott zu machen. Ich habe auch noch aus früheren Bandzeiten ein sehr gut erhaltenes Roland RE 201 Bandechogerät, kennst Du ja bestimmt auch. Aber klanglich kommt es m.E. nicht an diese Röhrenechos ran. Das klingt einfach irgenwie fetter, dynamischer und für die 60'er Zeit authentischer und rauschen tut auch nix ( solange Tonkoepfe nicht verschlissen ).
Aber das ist ja vielleicht nur der Röhrenvirus von dem ich zugegebenermaßen hoffnungslos befallen bin Laughing

Dein NG 51 sieht übrigens noch sehr gut aus, zumindest äusserlich.

Gruß
Arno
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Beitrag15/23, Verfasst am: 10.07.2007, 16:24   

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Hallo Arno,

also ich habe für mein Gerät genau 151 Euro ausgegeben. Der Zustand ist (augenscheinlich) auch innen noch original und es gibt nur wenig Rost am Gehäuse. Der schöne Hammerschlag(?)-Lack hat ein paar Macken, aber das wird dann wohl auch so bleiben. Bisher habe ich jedenfalls noch niemanden kennengelernt, der das vernünftig neu lackieren könnte ...

Mal sehen - Michael, hat die Steckkupplung schon auf den Weg gebracht - da kommt wohl Arbeit auf mich zu Wink

An Plänen habe ich bisher den Schaltplan und eine Beschreibung - letztere auch von Hans Ohms, gut zu wissen, dass man da noch mehr bekommen kann.
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Gruß TipFox

Zuletzt bearbeitet von TipFox am 07.11.2013, 23:50, insgesamt einmal bearbeitet
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