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Widerstände - URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte
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GeorgS

hat uns leider verlassen.
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Status:  Offline
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Beitrag1/7, Verfasst am: 06.01.2007, 20:36   

Betreff:
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Hallo,

ich habe gerade mal wieder (in einem anderen Forum) über die Eisenwasserstoff-Widerstände ( EWs) etwas problematische Sachen gelesen, deshalb möchte ich hier mal etwas dazu schreiben.

Historisches:
Die EWs tauchen zuerst mit der Nernstlampe auf.

Möglicherweise wurden sie in dem Zusammenhang erfunden, sie könnten aber bereits bei Kohlebogenlampen als
Vorwiderstand gedient haben. Weiß jemand da mehr?

Technisches:
Glühlampenartiger Aufbau, feine bis feinste Eisendrähte in Wasserstoffgas, über den Druck habe ich keine Angaben. EE in seinen "Radios von Gestern " schreibt, daß der Druck so eingestellt ist, daß die Wärmeabfuhr gerade "passt". Das ist Unsinn, möchte wissen, ob er das abgeschrieben hat oder zurechtgereimt. (richtiges zur Funktion unten)
Häufig lautet die Beschriftung. xx - yy Volt, zz Amp. dies ist auch das was man als Anwender wissen muß, im angegebenen Spannungsbereich ist der Strom fast konstant.

Physik, Funktion:
legt man eine Spannung im untern angegebenen Regelbereich an, dann sieht man in einem gut verdunklten Raum zunächst eine dunkelrote Stelle, die sich mit steigender Spannung ausdehnt, bis bei der oberen Spannung der ganze Draht schwach glüht. Achtung, wenn Sie das nicht sehen, dann hapert es vielleicht am Farbensehen oder es liegt Nachtblindheit vor, bitte nicht bei mir beschweren, ich hab das Problem auch.

Somit ist klar, daß die oft im Net verbreitete Meinung: EW = PTC viel zu kurz greift, sie erklärt nicht die Aufteilung des Drahtes in zwei Temperaturdomänen und die nahezu Konstanz des Stromes im Regelbereich.
So etwas (aus Wikipedia):
Zitat:
dann kommt der Eisenwasserstoff-Widerstand in Aktion.
Bei Rückgang kühlen die Eisendrähte etwas ab, worauf der Widerstand derselben niedriger wird und der Heizstrom wieder auf den Nominalwert ansteigt.
wird dem Wesen der Funktion nicht gerecht !

Die Funktion wird erklärt in diesem Link Seite 12f. : http://www.diss.fu-berlin.de/1999/43/kap2.pdf

Die nichtlineare Dynamik ist leider mit einem gewissen Maß an Mathematik verbunden, aber in dem Link sind gute Grafiken eingefügt, die auch dem Normalverbraucher das Grundverständnis ermöglichen sollten. Wesentlich dabei ist, daß der Widerstand von Eisen in Wasserstff im fraglichen Temperaturbereich (über 700 °) sprunghaft zunimmt. Dabei spielt eine Rolle, daß Wasserstoff in diesem Temperaturbereich im Eisengitter aufgenommen wird, dabei steigt der Widerstand stark an. Insofern passiert hier etwas wesentlich anderes als in einer Glühlampe, bei der man nur den üblichen Anstieg von typ. 0,4 % /°C der reinen metallischen Elemente hat. Da Wasserstoff die höchste Wärmeleitfähigkeit aller Gase hat, bedeutet dies im Nebeneffekt, daß die Drähte gut gekühlt werden. Ganz im Gegensatz zu einer Glühlampe, in die man ein Gas mit möglichst hohem Molekular/Atomgewicht füllt, damit die Wärmeabfuhr gering bleibt.

Praktisches für Radios mit EW:
Die Wasserstoffeinlagerung, die hohe Wärmeleitfähigkeit des Wasserstoffs bedingen sehr kleine Drahtdurchmesser und starke Sprödigkeit des Eisendrahtes. Daraus resultiert, daß EW leider oft "Hin" sind. Vor allem soll man Magnetfelder von Lautsprechern oder Transformatoren von den EW fernhalten, da der vibrierende spröde Draht gefährdet ist. Besonders gilt dies für EW mit 100 mA oder gar nur 50 mA.
Hat der EW ein Abschirmblech, dann nicht ohne betreiben!


Gruß
Georg
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Der Selbstbetrug ist die gefährlichste und nichtsdestotrotz häufigste Sorte von Betrug
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WolfgangH
Historiker


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Beitrag2/7, Verfasst am: 07.01.2007, 18:12   

Betreff:
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Danke lieber Georg,

für die sehr ausführliche Erklärung des EW.

Nun weiß ich mehr über die internen Vorgänge der Stromstabilisierung bei dieser Sorte.

MfG, WolfgangH
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TipFox
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Beitrag3/7, Verfasst am: 26.12.2008, 13:00   

Betreff:   Widerstände - URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte
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Im verlinkten Dokument " Osram URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte " aus dem Jahr 1938 findet man nach einer grundsätzlichen Einleitung über deren Verwendung die wichtigsten Daten folgender Typen:

EUI ( EU1 )
EUII ( EU2 )
EUIII ( EU3 )
EUIV ( EU4 )
EUV ( EU5 )
EUVI ( EU6 )
EUVII ( EU7 )
EUVIII ( EU8 )
EUIX ( EU9 )
EUX ( EU10 )
EUXII ( EU12 )
EUXV ( EU15 )
EUXIII ( EU18 )
EUXX ( EU20 )
U918
U920
U1010/P ( U1010_P )
U1218
U1220/5 ( U1220_5 )
U1220/6 ( U1220_6 )
U1230
U2020
U2410/P ( U2410_P )
U3007
U3620
U4520
EW1
EW2
EW12
B128
B150

Osram URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte, Seite 1

Osram URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte, Seite 2

Osram URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte, Seite 3

Osram URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte, Seite 4

Osram URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte, Seite 5

Osram URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte, Seite 6

Osram URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte, Seite 7

Osram URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte, Seite 8

Osram URDOX und Eisen-Widerstände für Rundfunkgeräte, Seite 9
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Gruß TipFox

Zuletzt bearbeitet von TipFox am 20.11.2013, 12:52, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag4/7, Verfasst am: 05.04.2011, 12:31   

Betreff: OSRAM: Urdoxe und Amplimeterröhren
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Da hänge ich mal gleich drei Seiten aus dem Handbuch des Deutschen Rundfunkgroßhandels 1938/39 mit an. Auf der letzten Seite sind noch die Glimmindikatoren (Amplimeterröhre) aufgeführt, welche u.a. von Körting in den zeitgenössischen Mittelklasseradios verbaut worden sind.




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Grüße aus der Lausitz von MichaelZ.

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Beitrag5/7, Verfasst am: 25.10.2011, 15:33   

Betreff:
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Besonders interessant erachte ich den U 3007, dessen Einsatzgebiet auf den Schutz von Elkos während der Einschaltphase ausgerichtet ist. Ein derartiger Anwendungsfall ist mir noch nie untergekommen. Obwohl ich keine Affinität zu Radios habe, würde es mich doch mal interessieren, ob jemand einen Apparat kennt, wo das so praktiziert wird und was für eine Art Elkos dort verbaut sind bzw., wenn bekannt, waren.
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JuergenK
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Beitrag6/7, Verfasst am: 25.10.2011, 17:44   

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Den U 3007 findet man im Graetz W33 aus 1933 und im WEGA 759W von 1939





Beide Geräte sind auch bei RMorg zu finden:

Graetz WEGA Smile


JuergenK

Zuletzt bearbeitet von JuergenK am 26.10.2011, 16:35, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag7/7, Verfasst am: 26.10.2011, 16:09   

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Danke Juergen, der Graetz scheint gar keine Elkos zu haben - naja, früher ging es eben auch ohne und 4µF lassen sich ja noch recht handlich mit Papierkondensatoren gestalten Smile

Die Schaltung mit einem Urdox im Wechselstromgerät ist mir vordem noch nie untergekommen. Allerdings ist eine nominelle Betriebsspannung von 450 Volt für ein simples Radio schon recht heftig Exclamation Wenn man bedenkt, daß diese Meßwerte für Instrumente mit einem Ri von bestenfalls 333 Ohm/V gelten, kommt Ehrfurcht auf Laughing Was beim Wega nicht erkennbar ist, ist die Art der benutzten Elkos. Klar, sowas wird in SB nur seltenst bis garnicht angegeben. Allenfalls in den Stücklisten der Hersteller kann man dazu Angaben finden.
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