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Kondensatoren - Glimmerkondensator
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Nils
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Beitrag1/8, Verfasst am: 18.08.2007, 14:26   

Betreff:   Kondensatoren - Glimmerkondensator
Zusatz:       Qualität und Fehler, Herstellung
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Hallo Fachleute,

bei meinem Saba sind noch ein paar wenige alte Kondensatoren verblieben. (Abstimmungs/Spulenbereich)


Meine Frage ist: neigen Kondensatoren dieser Bauart im Laufe der Jahrzehnte ihre Werte zu verändern, oder kann man sie eher zu den verläßlichen Typen rechnen ?

Viele Grüße, Nils
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MGW51
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Beitrag2/8, Verfasst am: 18.08.2007, 15:28   

Betreff:
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Lieber Nils,

das Teil schaut aus wie ein Silber-Glimmer-Kondensator. Ansich sptizenmäßig, solange die Vergußmasse weder bröcklig noch rissig ist. Wenn dieser Fall eintreten sollte - das kann ich jetzt so nicht erkennen - passieren zwei Dinge: Durch den ungehinderten Luftzutritt bildet sich Schwefelsilber. Das ist das kleinste Übel weil sich dabei nur eine langsame Verschlechterung bemerkbar macht. Wenn die Vergußmasse hingegen völlig durchreißt, kann dabei auch der Belag praktisch zerrissen werden - so ein Kondensator ist nur noch gut für die Tonne wohingegen man in ersterem Falle das Teil zwecks Erhalt der Originalität oftmals belassen kann.
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Holger66
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Beitrag3/8, Verfasst am: 18.08.2007, 21:48   

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Hallo Nils,

diese Glimmerscheiben wurden in der Vorkriegszeit häufiger in Bandfiltern eingesetzt. Die Erfahrung von Micha kann ich voll bestätigen: wenn die Isolierschicht gerissen ist, ist der Kondi hinüber. Ein von mir vor einigen Monaten repariertes Imperial J49W spielte nach Tausch aller Glimmer-C´s wieder ordentlich auf, davor war totale Stille.

Gruß
Holger
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deltamike55
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Beitrag4/8, Verfasst am: 19.08.2007, 13:13   

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Hallo Forum,

Glimmerkondensatoren sind ja bekanntlich das Teuerste und Hochwertigste an Kapazitäten, was verbaut werden kann. Ich habe in meinen alten Sammelstücken diese Bauteile, sofern sie mechanisch in Ordnung waren oder nur Haarrisse zeigten, mit klarem Silikon "überzogen" und sie quasi hermetisch gekapselt. Bisher halten alle still und zeigen keine weiteren Veränderungen. Erfahrungen gibts damit vermutlich keine.

Möge der lange Zahn der Zeit weiterhin spurlos an ihnen vorüber gehen...

Gruß, Dieter
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Paul
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Beitrag5/8, Verfasst am: 21.08.2007, 03:09   

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Hallo Dieter,

das ist eine Interessante Variante.

Zwei Fragen bzw. Anmerkungen habe ich dazu:

Wenn die Kondensatoren Haarrisse haben, dann ist in der Regel auch über die Jahre Feuchtigkeit eingedrungen. Hast Du sie vor Deiner Behandlung auf Kapazität und besonders auf Isolation überprüft? Bzw. wie hast Du sie dann entfeuchtet/getrocknet um wieder brauchbare Isolationswerte zu bekommen?

Was hast Du für Silikon genommen? Die Tuben aus dem Baumarkt (für Sanitärzwecke) enthalten Säuren, da hätte ich auf Dauer arge Bedenken......
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Gruß, Paul
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deltamike55
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Beitrag6/8, Verfasst am: 21.08.2007, 15:19   

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Hallo Paul,

ich muß ehrlich zugeben, dass das alles ein Schnellschuß aus der Hüfte war. Gemessen hatte ich an einigen wenigen den Gleichstromwiderstand. Spannungsmäßig war in der Umgebung der Glimmerkondensatoren alles i.O. Bzgl. der Haarrisse habe ich wenig Bedenken; ich glaube nicht, dass die Herstellung und der Verguß bei Luftfeuchtigkeit 0 Erfolgte.
Wie gesagt, mir fiel nichts anderes ein um sie der Nachwelt zu erhalten.
Als Silikon habe ich den sog. Spiegelkleber verwendet; ein mildes Silikon, welches nichts Wildes enthält und zum Kleben von empfindlichen Spiegelkacheln benutzt wird.

Gruß, Dieter
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Getter
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Beitrag7/8, Verfasst am: 22.08.2007, 01:02   

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deltamike55 schrieb wie folgt:

Hallo Paul,
........ Gemessen hatte ich an einigen wenigen den Gleichstromwiderstand.

Mit einem Instrument, dass bei mindestens 60V Mess-Spannung noch 100MOhm anzeigt ? Alles andere sagt leider eher nichts als wenig aus... Bei solchen Schwingkreis-Cs wäre noch das tan delta wichtig, da ein verschlechterter Verlustwinkel die Kreisgüte beeinflusst. Das zeigt nur eine Messbrücke - und auch längst nicht jede.
deltamike55 schrieb wie folgt:

....... ich glaube nicht, dass die Herstellung und der Verguß bei Luftfeuchtigkeit 0 Erfolgte.

Warum nicht ? Röhren und Glühlampen wurden auch damals schon ebenfalls relativ frei von Luft & Feuchtigkeit hergestellt Wink
deltamike55 schrieb wie folgt:

Als Silikon habe ich den sog. Spiegelkleber verwendet; ........

Enthält all' dieses Bausilikon-Zeug nicht immer auch Essigsäure ?

Genug gestänkert & Pessimismus verbreitet Wink
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MGW51
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Beitrag8/8, Verfasst am: 22.08.2007, 11:42   

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Die Fertigung von Kondensatoren ist mir bekannt aus der Zeit der 50-er bis in die 70-er Jahre für Papier, Gewaplast, Duroplast und Kf-Typen und die Erfolgte in normal, mittels zentraler ND-Dampfheizung klimatisierten Arbeitsräumen. Ein höherer Aufwand, wie eine spezielle Luftentfeuchtungs- und -reinigungsanlage war in keinem der Produktionsräume vorgesehen und auch nicht erforderlich. Kondensatoren wurden ja nicht für eine tausendjährige Lebensdauer konzipiert - das hätte sie unbezahlbar gemacht, denn es handelt sich dabei ja um Pfennigartikel. Ohne es zu wissen, schließe ich das von der reinen Logik her also auch für die Glimmerkondensatoren aus der Jungsteinzeit des Apparatebaues aus.

Ebenfalls ohne es genau zu wissen gehe ich davon aus, daß die Vergußmasse in heißem Zustand in die "Tassen" eingefüllt wurde womit zwangsweise eine ausreichende Luftverdrängung einherging. Nach dem gleichen Prinzip wurden ja auch Papierkondensatoren in Glasröhrchen mittels "Teer" und die Wickel in Bechern mittels Paraffin "hermetisiert". Es ist sicher unausbleiblich, daß bei diesen Verfahren einige Luftmoleküle mit eingeschlossen werden. Auch bei den mit Vaseline imprägnierten und im Keramikrohr eingelöteten Papierkondensatoren (Sikatrop) wird keine 100%-ige Evakuierung Erfolgt sein.
Und das einfach aus dem Grunde, weil es für die dauerhafte Funktion des Bauteiles nicht erforderlich ist; wobei halt dauerhaft im Sinne der Hersteller eine andere Größenordnung ist, als das was wir uns darunter vorstellen mögen Wink

Eine Glühlampe oder Röhre hätte bestenfalls nur extrem kurzzeitig funktionieren können, wenn sie unter atmosphärischen Bedingungen verlötet worden wäre wobei es ein ganz interessantes Gegenbeispiel zur Glühlampe gibt - dazu später mehr in einem neuen Thread.

Das noch:
Es gibt auch neutral-vernetzendes Silikon. Dieses ist z.B. im Zusammenhang mit Aluminium (ohne Eloxalschicht) unbedingt erforderlich.
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Grüße aus der Lausitz von MichaelZ.

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