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Magnetköpfe - Kopfträger
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MGW51
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Beitrag1/4, Verfasst am: 03.05.2009, 09:55   

Betreff:   Magnetköpfe - Kopfträger
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So bezeichnet wird gemeinhin eine Baugruppe, welche alle zum System gehörenden Magnetköpfe mit ihren zugehörigen Einstell- und Justierorganen auf einer gemeinsamen Grundplatte vereint. Weiterhin sind zumeist auch einige Bandführungselemente auf dem Träger montiert. Auch eine Bandschere kann in diese Baugruppe integriert sein.
Je nachdem, ob diese Baugruppe - wie es in semiprofessionellen und professionellen Geräten Standard ist - mit ein paar Handgriffen komplett ausgetauscht oder ob sie - wie in den allermeisten Heimbandgeräten üblich - erst nach +/- umfangreicher Löt- und Zerlegearbeit vom Chassis getrennt werden kann, ist die Grundkonstruktion entweder ein eisenfreies Präzisionsgussteil mit entsprechend angebautem Steckverbinder oder aber ein simples Stück Blech, mit bestenfalls einer Lötleiste oder auch einzelnen Lötstützpunkten versehen. Bei Konsumergeräten für Viertelspurbetrieb ist oft noch der Umschalter für die Spurwahl auf dem Kopfträger montiert. In jedem Falle sind die Komponenten auf dem Kopfträger einsatzfertig justiert, womit eine schnelle Umrüstung bzw. relativ schneller Austausch im Falle von Defekt/Verschleiß möglich ist.

Hochwertige Geräte wie z.B. das UHER Royal de Luxe u.a. sind mit einem wechselbaren Kopfträger ausgerüstet, der den Umbau von Viertelspur auf Halbspur einfachst ermöglicht.
Bandmaschinen für professionellen Einsatz besitzen fast immer Schnellwechsel-Kopfträger um unterschiedlichsten Normen gerecht werden zu können.

Hier ein Kopfträger für die, wie ich zu erkennen glaube, SJ100 mit Ringkernköpfen in Halbspur-Mono nach Deutscher Spurlage. Das Foto stellte mir ein freundlicher Ebayer zur Verfügung!


Die Nutzung dieser Maschine (R28) Erfolgte beim Rundfunk vorzugsweise mit einem Vollspurkopfträger. Die Halbspuroption war natürlich besonders dort von Interesse, wo es auf optimale Kosteneinsparung ankam und das sind in erster Linie Stadt- und Betriebsfunkstudios, Theater- und Warenhausbeschallung etc. gewesen. Bei diesen Anwendern war die echte Cuttermöglichkeit zumeist von untergeordneter Bedeutung, ebenso genügte die Dynamik einer Halbspur-Mono-Aufzeichnung mehr als erforderlich um die Informationen in z.B. einem sehr geräuschvollen Umfeld über die Lautsprecher zu bringen; auch mit einer kleinen Bandgeschwindigkeit von 19,05 cm/s! Für den Schnitt und bei gehobeneren Ansprüchen im Theaterbetrieb kommt man freilich um 38,1cm/s als Minimum nicht herum. Doch auch hier genügt die Dynamik einer Halbspuraufzeichnung völlig - praktischerweise bleibt der Rücklauf dann frei. So ist die Kompatibilität zu Halbspur-Stereo-Abtastung gewährleistet.

Nicht alle Magnetbandgeräte sind mit einem Kopfträger ausgestattet. Besonders ältere Apparaturen kennen dieses Konstruktionsteil nicht weil es in der Frühzeit der Magnetbandära noch nicht diese Vielzahl von Normen gab und an einen breiten Austausch von Datenträgern weder im professionellen Bereich und schon gar nicht im Privatsektor zu denken war.
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Grüße aus der Lausitz von MichaelZ.

Die Reform der Rechtschreibung ist ein Symptom dafür, daß die Deutschen ihre Sprache nicht lieben.
(Eugen Ruge, Schriftsteller, 2018)
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Beitrag2/4, Verfasst am: 03.05.2009, 23:50   

Betreff:
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Lieber Michael,

dieser Kopfträger paßt sicher nur auf eine R 28 (a, b, c), = SJ100.
Die auf diesen Geräten verwendeten Kopfträger (R 8a, R9, R16m u.a.) sind Weiterentwicklungen des AEG-Kopfträgers R 8 aus der (Vor?)kriegszeit.
Hier ein Bild eines R 9:

Lösch- und Widergabekopf sind nicht mehr original.
Die Bestückung mit Halbspurköpfen des bei eBay angebotenen Kopfträgers scheint mir auch kein Originalzustand zu sein.
Die Verwendung von nur einer Halbspur - also ohne das Band nach einem Durchlauf zu drehen und die "Rückseite" zu verwenden (= zweite Halbspur)- wäre in der DDR ein Frevel gewesen.
Ein Umdrehen von offenen 1000m-Wickeln ist zwar möglich, aber nicht gerade zu empfehlen.
Das ist nur bei Spulen praktikabel. Aber dafür ist eine R 28 nicht vorgesehen (erst die R 29 hat die Dreizack-Aufnahme, aber einen vollkommen anderen Kopfträger).
Möglich wäre die Verwendung von diesen "Spulenbobbys" gewesen:

Eine DDR-Produktion solcher Spulen ist mir aber (bisher) nicht bekannt.

Wie dem auch sei, keiner wollte auf den Träger bei eBay mehr als 5,60 Eurodollar bieten, so das er jetzt mir gehört.
Wenn ich ihn in einigen Wochen in den Händen halte, werden wir vielleicht mehr wissen ...

___________________
Viele Grüße aus Athen,
Hajo
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19null5
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Beitrag3/4, Verfasst am: 26.02.2010, 00:31   

Betreff:
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Sachstandsbericht,
wie ein Beamter sagen würde Laughing

Der obige Kopfträger ist mittlerweile eingetroffen. Hier drei Fotos:




Es sind keinerlei Bezeichnungen erkennbar, außer die Funkwerk-Aufkleber auf den Köpfen. Das System scheint unbenutz, es ist kein Einschliff zu sehen.

Der Kopfträger hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem R16m (Vollspur), der für das Laufwerk R28/2 (SJ100) von Sander & Janzen konstruiert ist:



Im R A U P E N H A U S sind u.a. zwei Fotos einer SJ102 zu finden, deren Verwendung hier mir Herr Nikolai Walter genehmigte:



Dieses Laufwerk ist für die Geschwindigkeiten 38,1 und 19,05 konzipiert. Und bei der neunzehner Geschwindigkeit würde beim Betrieb mit Spulen der obige Kopfträger mit Halbspurköpfen logisch erscheinen.
Der nachfolgende Laufwerkstyp, SJ103 (R29), hatte abschraubbare Bandteller, unter denen eine Dreizackaufnahme für Spulen vorhanden war. Auf den beiden Fotos der SJ102 ist das zwar nicht erkennbar, aber auch nicht auszuschließen. Zumindest am Aufwickelteller ist eine Rändelschraube zu erkennen, mit der der Bandteller sammt Bobby-Verriegelung entfernt werden könnte. Unklar ist allerdings, warum das nicht am Abwickelteller vorhanden ist - hier wäre es logischer.

Soweit die Erkenntnisse bis hierher.

Graben wir weiter Smile



Viele Grüße aus dem ungemütlicher werdenden Athen
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MGW51
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Beitrag4/4, Verfasst am: 24.10.2011, 14:20   

Betreff:
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Hajo schreibt
Zitat:
Möglich wäre die Verwendung von diesen "Spulenbobbys" gewesen:

Eine DDR-Produktion solcher Spulen ist mir aber (bisher) nicht bekannt.

Nun ja, so eine Produktion wird es hierzulanden auch nicht gegeben haben.

Was es aber gab, sind die "Filmspulen" welche seinerzeit für den 20-er Wickeldorn konzipiert waren. Die quadratischen Löcher entsprechend zu erweitern sollte mit rel. geringem Aufwand machbar sein. Allerdings, mir fehlt der rechte Glauben daran, daß man hierzulanden großartig mit Spulen herumgewurstelt haben soll. Meines Erachtens ist dieser Kopfträger eine Auftragsfertigung für eine entsprechende Maschine die in irgendeinem +/-öffentlichen Objekt zur Beschallung eingesetzt wurde. Daß dabei der Wickel gewendet werden muß finde ich nicht so abwegig. Betriebsfunkstudio kann ich mir gut vorstellen Wink

Zu der 102:
Daß dort augenscheinlich nur ein Mitnehmersystem samt Teller abnehmbar ist hat nicht viel zu sagen. Vielleicht ist der andere Mitnehmer im Eimer gewesen und man hat dann eben einen solchen von der SJ100 montiert?


Grundsätzlich sind auswechselbare Kopfträger bei Heimtonbandgeräten sehr selten anzutreffen. Ihr Aufbau ist prinzipiell mit dem der professionellen Kopfträger identisch. Allerdings ist deren Konstruktion weitaus zarter gestaltet, die Köpfe zumeist deutlich kleiner und bei weitem nicht so robust befestigt. Die Firma Uher ist eine der wenigen gewesen, welche bei hochwertigen Heimtonbandgeräten wie z.B. dem ROYAL / ROYAL de Luxe und Nachfolgetypen dieses Konzept vErfolgte. Das macht solche Geräte hochinteressant für den Tonbandler, der in seinem Konservenregal Bänder in unterschiedlichsten Aufnahmeformaten hortet. Einziger Nachteil der genannten Gerätschaften ist deren Limit von 18-er Spulen. In unserer Galerie werden verschiedenste Kopfträger ausführlich vorgestellt: http://galerie.ig-ftf.de/categories.php?cat_id=889
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