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BG19-2, FWL Fehler und Irrtümer
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MGW51
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Beitrag1/4, Verfasst am: 04.01.2018, 18:55   

Betreff:   BG19-2, FWL Fehler und Irrtümer
Zusatz:       gelesen im Dampfradioforum
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Winfried schrieb wie folgt:
Entgegen der Anleitung zum MLT55 löscht er hier aber richtig von der Schichtseite des Bandes aus.

So schrieb es Winfried, der hier bei uns als "MTG20" auch einige interessante Daten eingebracht hat.

Kurz und gut: Winfried irrt! Die Anleitung zum Permalöscher beschreibt den Anbau auf verschiedene Gerätetypen völlig korrekt in der Weise, daß der Senkel mit der Tragseite auf dem umschaltbaren Permakopf zu laufen hat. Nur so ist gewährleistet, daß der Kontakt am Kopfspalt des Kombikopfes und damit dessen Umschlingung und Bandandruck stets optimale Werte einhält. Das hängt auch damit zusammen, daß die Tragseite = Bandrückseite im Gegensatz zur Schichtseite erheblich gleitfähiger ist da die C-Bänder nicht kalandriert wurden. Ebenso ist der falsche Anbau dafür verantwortlich, daß der Permalöscher recht schnell zerstört = abgeschmirgelt wird und dieser Schleifeffekt in aller Regel niemals exakt den gleichen Abtrag über die gesamte Kontaktfläche erzeugt. Damit verschlechtert sich zunehmend auch der Kontakt am Kombikopf - eine unheilvolle Wechselwirkung setzt unaufhörlich ihr zerstörerisches Werk fort!

Der zweite Irrtum:
Zitat:
Es soll auch einen Nachrüstsatz gegeben haben, wobei die linke Umlaufrolle ganz nach außen versetzt werden sollte.

Klares NEIN! Einen solchen Nachrüstsatz gab es zu keiner Zeit. Was es gibt sind mehrere publizierte Bastellösungen die sich sowohl auf den klassischen Ringkernkopf als auch auf den vom FWL entwickelten Kleinkopf des Dreikopfsatzes, der im Aufsetzer "Toni" verbaut worden ist, sowie auf den LK vom Typ Bubikopf, bekannt vom SKL "Tonmeister" und hergestellt von der Erfurter Fa. Marcon & Großer beziehen. Hierbei existieren für den Ringkernkopf sowohl Lösungen die eine Änderung der Röhrenbestückung von EF12 + EF12 zu EF12 + EF14 als auch EF12 + EF84 erforderlich machen. Das alles sind aber reine individuelle Bastellösungen und in keinem Falle jemals von einer Firma als "Bausatz" oder "Nachrüstlösung" angeboten noch vertrieben worden.
Nicht auszuschließen ist dagegen, daß es einen oder mehrere geschäftstüchtige Zeitgenossen gab, welche solcherart Projekte als Teilepaket mit Anleitung auf eigene Rechnung feilboten.




olav246 schrieb wie folgt:
Welchen tieferen Sinn hat eigentlich der Schalter Sch4 der den Eingang des Gerätes kurzschließt und wann werden die Kontakte geschlossen?

tornadofilm schrieb wie folgt:
Laut beiden Schaltplanausführungen ist er bei der Wiedergabe tatsächlich geschlossen. Mir erschliesst sich der Sinn auch nicht wirklich. In Stellung Wiedergabe würde ja der AÜ primärseitig praktisch kurzgeschlossen werden. Macht keinen Sinn, weder in Aufnahme noch Wiedergabe.

Das was sich zigtausendfach als richtig herausgestellt hat, klassifiziert der User "tornadofilm" als sinnlos.
Nun gut, er muß es ja wissen!
Da Zeichnungsfehler nichts ungewöhnliches sind, habe ich mir extra die bei uns veröffentlichten SB und Schaltungsauszüge dahingehend genau angesehen und kann absolut nicht nachvollziehen, wie der User zu dem Schluß gekommen ist, daß der Kontakt bei Wiedergabe stets geschlossen sei. Stellvertretend hier das Leipziger SB vom Typ1. Hinsichtlich des Schalters / Kontaktsatzes gibt es absolut keinen Unterschied zu den späteren Modellen des Typ 2. Nichtmal bei Sutaner steht davon etwas und dort steht wirklich viel unsinniges geschrieben!


Hier die Antwort: Das Kontaktpaar 4 wird von der "HALT"-Taste betätigt und ist - korrekt justiert - so lange geschlossen, wie die Taste heruntergedrückt gehalten wird!
Es sollte wohl jedem halbwegs mit der Technik und dem lesen von Schaltungen vertrauten Bastler klar sein, daß bei einem Ton-Aufzeichnungs- und -wiedergabegerät welches einen nicht permanent laufenden Synchronmotor besitzt, derselbe eine gewisse Hochlaufzeit benötigt um in Tritt zu fallen. Folglich benötigt man eine gewisse Verzögerungszeit bevor Aufzeichnung / Wiedergabe mit konstanter Geschwindigkeit möglich sind. Da der "HALT"-Schalter ansonsten rein mechanisch die beiden Betriebsartenschalter entriegelt ohne weitere elektrische Kontakte zu betätigen, ergibt sich daraus eine gewisse Spielart, mit der diese Geräte sowohl gestartet als auch gestoppt werden. Mit einer einzigen Einschränkung: Beim BG19-1 mit einem mechanisch gebremsten Tonmotor darf das nicht so praktiziert werden! Diese Geräte verfügen aber auch über andere Wickeltriebe / Kupplungen und damit über ein anderes Nachlaufverhalten beim Bandstop. Der Anlauf alllerdings ist gleichsam durch den Hochlaufeffekt gekennzeichnet. Aus dem Grunde sollte ja der Hinweis, die Geräte ausreichend warmlaufen zu lassen bevor mit einer Aufzeichnung begonnen wird, auch ernstgenommen werden.

Soweit mein Senf dazu.

Ich gehe bekanntlich nicht in fremden Foren auf "Fehlersuche" wie das manches ehem. Mitglied glaubte tun zu müssen. In diesem Falle allerdings bin ich per Telefon zu eben diesen Aussagen befragt worden und da ich mich nicht extra beim Christopher registrieren möchte und Winfried per e-Mail nicht erreiche, schreibe ich das hier nieder. Wer möchte kann es gerne ins Dampfmaschinenforum kopieren, der Code sollte kompatibel sein.

Direktsprung: https://www.dampfradioforum.de/viewtopic.php?f=31&t=6644



Als ich zwangsläufig den Thread gelesen habe bin ich auch auf ein obskures Foto gestoßen. Dieses Gerät ist mir von der Optik her nicht unbekannt gewesen - es gehörte unserem ehem. Mitglied, dem Journalisten Hanns Dieter Pizonka.


chriz, am 08.02.2017, ebenda schrieb wie folgt:
...Die Frage gilt dem Magnettongerät Typ RFT BG 19-2 (Funkwerk Leipzig, Fabr. Nr. 0445)! Sehr guter Zustand. Ich kann es leider nicht prüfen, da mir das Netzkabel fehlt.

Ich bin vor kurzem auf das gute Stück rein zufällig gestoßen und mich im Netzt informiert. Was mir aufgefallen ist, unterscheidet sich das Gerät etwas von dem, das ich hier in diesem Beitrag fand.

Am besten die Bilder anschauen.

Um einen nachträglich eingebauten Löschkopf handelt es sich wohl nicht. (?)

Bitte um Eure Hilfe!

Gruß
Christoph

Nun also ist ein User namens Christoph der neue Besitzer - auf eine Antwort allerdings wartet er seither vergebens.
Das Foto von Hanns-D. zeigte mir damals noch viel weniger und eine entsprechende Anfrage zwecks Klärung blieb unbeantwortet oder war unzustellbar - das weiß ich nicht mehr so genau.



Auch nach den aufschlußreicheren Bildern im Dampfradioforum vermag ich keine Antwort auf Sinn und Funktion dieser eigentümlichen und aufwendigen Konstruktion zu geben.

So, das soll es aber nun auch gewesen sein mit dem "wildern in fremdem Revier" und ich glaube fest daran, daß Christopher selbst hieran keinen Anstoß nehmen wird!
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TipFox
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Beitrag2/4, Verfasst am: 05.01.2018, 13:05   

Betreff:
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Hallo Michael,

was mir als Tonband - Laie auffällt:

- keine elektrischen Anschlüsse (also keine "Hinterbandkontrolle" Wink )
- mechanischer Verstellhebel, +/Mitte/- Markierung, in den Lack gekratzt

Könnte das eine Geschwindigkeitsanpassung sein (von Aussen einstellbare Bremse) ?

Falls man öfter Bänder anhören will, die mit anderen Geräten aufgenommen wurden ?
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Gruß TipFox
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19null5
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Beitrag3/4, Verfasst am: 05.01.2018, 13:51   

Betreff:
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Die kleine Rolle rechts über der originalen Umlenkrolle sieht aus wie von einem Schmalfilmprojektor.
Die originale Umlenkrolle kann für 8mm-Film aufgearbeitet sein.

Gruß aus Berlin
Hajo
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MGW51
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Beitrag4/4, Verfasst am: 05.01.2018, 14:04   

Betreff:
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Lieber Jürgen,

eine Bremse kann ich mir an der Position nicht gut vorstellen - es könnte doch nur der Aufwickeltrieb gebremst werden oder es wird direkt auf das Motorschwungrad eine verstellbare Filz- oder Lederbremse einwirken - was der Motor nicht lange mitmachen wird bzw. außer Tritt fällt.

Aber eine andere Idee kommt mir:
Verabschieden wir uns von dem Gedanken, daß mit dem Gerät ein normaler Gebrauch stattfinden soll, gehen wir stattdessen davon aus, daß die Wiedergabe einer Bandschleife vorgesehen ist und daß mit dem Verstellhebel die Längendifferenzen der einzelnen Schleifen angepaßt werden sollen, ist das alles immer noch eine extrem aufwendige Konstruktion.

Oder ist es etwa doch eine Bremsvorrichtung und wird der Senkel dazu vor der Tonrolle, also ohne Andruckrolle und mit größerer, variabler Geschwindigkeit mittels einer blockierten Aufwickelkupplung durchgezogen? In beiden Fällen hat das mit normalem Tonbandbetrieb nichts zu tun, eher mit einer Art Materialschlacht weil dadurch der ziemlich filigrane Wickeltrieb übermäßig schnell verschleißt.

Interessant ist es dennoch zu konstatieren, daß sich die Anwender auf eine unvorstellbar vielfältige Weise eigene Wünsche erfüllten, die anders nicht zu bekommen oder unbezahlbar waren.



Hajo wirft ja hier was ganz "abartiges" in den Ring!
Aber ja, das wäre durchaus eine Möglichkeit, daß man hier im Zweibandverfahren einen Projektor geregelt hat!

Auf den besseren Fotos des hilfesuchenden User ist bemerkenswerterweise keine Zahntrommel zu sehen - vermutlich ist sie einfach verloren gegangen weil sie ja nur aufgesteckt wird.
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