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Autor: MGW51 Verfasst am: 25.09.2006, 23:18 Betreff: Eckmusikschrank 7-haar mit POLTE-Automat
Ein absolutes Unikat möchte ich Euch mal hier vorstellen. Es ist ein wirkliches PrachtStück von vollendeter Handwerkskunst.



So präsentiert sich das linke Schrankteil. Allein das hervorragende Furnier ist eine Pracht!



Nur der Vollständigkeit halber hier auch mal das Laufwerk als Einzelbild; mehr dazu im entsprechenden Fachbereich.



Der Empfänger ist vermutlich ein Staßfurter 6E64 - genaueres muß ich erst noch herausfinden.

Das Laufwerk vom Typ "Polte" wurde vom Vater des Besitzers direkt auf der Berliner Funkausstellung gekauft.

Thread zum POLTE-Automat


Autor: Andreas Verfasst am: 26.09.2006, 08:07 Betreff:
Das ist ja ein absolutes Spitzenteil, auch als Mübel!
Da wird so manches Museum mit Neid draufschauen.
würde gern mehr dazu lesen.


Autor: MGW51 Verfasst am: 26.09.2006, 09:06 Betreff:
Dein Wunsch lieber Andreas, wird in ErfÖllung gehen! Ich bin ja selbst hin- und hergerissen von diesem Schrank - hätte ihn auch haben können!

Allein, es ist alles eine Frage: Wohin damit?

Nun hat es sich doch so ergeben, daß das Mübel in seinem Geburtshaus verbleibt. Bedingung war, daß ich den Empfänger von Grund auf überhole und den Plattendreher restauriere. Ersteres ist ja eine durchaus l?sbare Aufgabe, mit dem Laufwerk sieht es da schon etwas kritischer aus. Mir ist eine derartige Konstruktion noch nie vorher begegnet.....

Wie zu erkennen ist, steht links neben den Platten eine Tonbandschachtel. es ist das einzige Band, welches sich im Besitz dieser alteingesessenen Handwerkerfamilie befindet. Eine 22-er Spule mit Aufnahmen von der Hochzeitsfeier des Erbauers dieses Mübels.

Und jetzt wird es lustig: Dieses Band hat bisher noch niemand abgehört! Ein Tonbandgerät für 22-er Spulen hatten die Leute nie besessen. Auch dieses Problem ist ein l?sbares Smile


Autor: Andreas Verfasst am: 26.09.2006, 09:24 Betreff:
Das Phonolaufwerk dürfte eines von PE sein.

Schau mal bei http://www.deutsches-phono-museum.de rein.

Vie Freude bei der Restaurierung und immer schön hier posten, wir wollen auch was davon haben.


Autor: MGW51 Verfasst am: 26.09.2006, 13:14 Betreff:
An PE/DUAL glaube ich nicht. Es gibt doch ein paar pr?gnante Konstruktionsunterschiede und - nicht zuletzt - den Verweis auf die Fa. SANAR als Hersteller? oder zumindestens Inverkehrbringer dieses Wechslers. Rein technologisch waren PE/DUAL in 1954 schon vom Stahlnadelsystem abger?ckt. Die Bauart ihrer Arme ist etwas anders.

Bleibt zu hoffen, daß sich letztlich noch ein paar Hinweise aus der Sammlergemeinschaft finden lassen. Trotzdem werde ich eine Bildanfrage an das Phonomuseum senden - man kann ja nie wissen....


Autor: Thomas Verfasst am: 26.09.2006, 13:20 Betreff:
Hallo Michael,

wie Andreas schon anmerkt, es dürfte nicht nur, es IST ein PE!

Leider weiß ich die genaue Bezeichnung zu dem abgebildeten Modell nicht, sieht aber dem PW10 sehr ähnlich.

Ich bin mir aber ziemlich Sicher, daß Du das Laufwerk hinbekommst.

Leider kann ich in diesem Fall nicht mit Ersatzteilen dienen, da mein PE Bestand erst mit dem Rex beginnt und dieser Spieler zwischen 1949 und 1952 produziert geworden sein dürfte.
Der Rex kam später auf den Markt.

Mein Namensvetter ThomasT kann da vielleicht etwas mehr zu sagen.

Insgesamt ist aber zu sagen, daß dieser Schrank alleine von der Optik her erhalten werden muß!!!

Ich wünsche Dir also maximalen Erfolg!

Gruß Thomas


Autor: MGW51 Verfasst am: 26.09.2006, 14:18 Betreff:
Liebe Freunde,

ich muß Euch da leider widersprechen.

Trotz der bei fl?chtigem Hinsehen übereinstimmenden Bauweise der "Türmchen" gibt es eben einige markante Unterschiede, die nicht so offensichtlich zutage treten. Meine Recherche zur Fa.Sanar lief völlig ins Nichts. Dagegen fand ich eine Notiz zu "POLTE", doch lest selbst:


Wie schon gesagt, dieses Gerät wurde vom Vater des jetzigen Firmeninhabers nach dessen Aussage 1954 - also 5 Jahre nach obigem Messebericht! - auf der Berliner Funkausstellung erworben.
Spekulationen erübrigen sich angesichts der Tatsache, daß ich diese Gerätschaften erst noch gründlichst untersuchen muß. Auch besteht größte Hoffnung, die Historie des Rundfunkempfängers aufzuklären denn entweder war dieser Kasten ein Ladenh?ter, oder er war schon vor dem Bau des Schrankes im Besitz des Meisters. In jedem Falle erhoffe ich mir da noch detaillierte Auskunft unseres Altmeisters, der die Geräte eingebaut hatte.
Vielleicht muß dann die Jahresangabe nach unten korrigiert werden - das findet sich.


Autor: snzgl Verfasst am: 26.09.2006, 14:23 Betreff:
Ich habe aus langer Weile mal gegoogelt und bei Sanar etwas über ein Werk für Amaturen sowie bei Polte eine Munitionsfabrik gefunden. Die werden wohl nicht viel mit dem Plattenspieler zu tun haben oder doch. Es gab ja zur DDR-Zeit auch einen Schwermaschinenbau, der ein Tonbandgerät "auf die Welt" brachte.

Edit: Wie war das mit der Pisa-Studie? Wer noch einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten.


Autor: Andreas Verfasst am: 26.09.2006, 14:36 Betreff:
Nun, PE und Dual haben während des Krieges auch - und das fast ausschließlich - Ristungsg?ter gefertigt. Aber ich bin immer noch der Meinung, das PE da seine Hände im Spiel hatte. Die haben (frag mich jetzt nicht wann) das Automatiksystem mit den zwei Schnecken erfunden.


Autor: MGW51 Verfasst am: 26.09.2006, 16:05 Betreff:
Tja, des Rätsels Lösung wird wohl noch etwas warten lassen....

übrigens bezieht sich der o.g. Funkschauartikel auf die Leipziger frühjahrsmesse 1949.

Ob Ebner diese fürderschnecken erfunden hat, ist weder auszuschließen noch sicher zu bejahen! Es muß auch nicht zwangsläufig bedeuten, daß diese Technik ausschließlich von PE gebaut wurde. Vielleicht wurde Polte auch von PE geschluckt oder, was ich persönlich für wahrscheinlicher halte, Polte hat es erfunden und für PE gebaut! Einen Teil der Produktion hatte man selber vermarktet. Das wäre analog zu Ihles Ferrophonen oder seinen Spitzkeilköpfen - beides Sachen, welche fast immer fälschlicherweise LOEWE zugeschrieben werden.

Bez?glich Munitionsherstellung gehe ich mit Andreas konform - daran durften sich nahezu alle Unternehmen beteiligen und sie haben dies in Mehrheit auch gern getan! Wie anders hätten sie sonst wohl überleben wollen?

Hier nochmal ein Link zu PE: http://www.deutsches-phono-museum.de/perpetuum.html , die Bilder setze ich hier direkt mit ein:


Es ist einmal der 1949 von PE kreierte Schneckenautomat zu sehen und es ist ganz klar erkennbar, daß das POLTE-Gerät - wenn auch mit zwei kleineren Schnecken - im übrigen einen anderen Tonarm und eine andere Steuerung besitzt. Da POLTE 1949 bereits selbst mit einem Automat, der weit mehr konnte als der von PE, antrat, gehe ich davon aus, daß PE hierbei eine "Anleihe" bei Polte genommen hat. Darauf deutet ja auch das nebenstehend abgebildete 1951-er Modell, welches nun nach gänzlich anderem Schema funktioniert.
Dazu schreibt das Phonomueum
Zitat:
Ab 1948 wird bei allen Phonochassis der Direktantrieb durch den "Reibradantrieb" ersetzt.

Diese Aussage ist beim 1951-er REX durch den klar erkennbaren Drehzahlumsteller einfach zu belegen.
Wenn das so auch so auf den Schneckenapparat zutrifft, dann ist damit der beste Beweis erbracht, daß rein äußerliche ähnlichkeiten keine R?ckschl?sse über den wahren Erfinder und über die dahinterstehenden Erfindungen an sich zulassen. Leider ist das Foto des 49-er Modells nicht sehr detailreich und läßt auch keine eindeutige Aussage über die Art des Abtastsystems zu.

Mir ist allerdings anderswo auch noch nie so eine Konstruktion untergekommen. Der Tonarm von Polte hingegen kommt mir sehr bekannt vor! Wenn es ganz verrückt wird, dann ist POLTE eine Ostdeutsche Firma gewesen.......


Autor: mike jordan Verfasst am: 26.09.2006, 20:00 Betreff:
Hallo Allerseits.
Da muss die Hochfrequenz auch etwas mitmischen.
Aus einem Haendler-Katalog D-west, kommt diese Anzeige:

www.weltklang-world.de/rfm/PE_PW10.png

NACHTRAG:

In der FUNKTECHNIK Berlin/ Frankfurt.M., Heft 18 von 1949 auf Seite 536 steht folgendes:

Mehrfachplattenspieler:
Zitat:
Nachdem 1947 das erste Modell der SANAR Werke Polte, VEB, Magdeburg, auf dem Markt erschienen war, wird sich die Anzahl der Modelle demnaechst vermehren.


Dann kommen Hinweise auf Firmen.

Dann weiter:
Zitat:
Zur Fruehjahrs-Messe (Leipzig ) 1949 kam die genannte Magdeburger Firma mit einem
verbesserten Zehnplattenspieler heraus, der nunmehr auch die Rueckseiten der Platten abspielt, sobald die 10 Vorderseiten durchgespielt sind.


ABSCHRIFT Hans M. Knoll


Autor: Nils Verfasst am: 26.09.2006, 20:02 Betreff:
Hallo Freunde,

also wenn das Gerät wirklich noch 1954 auf der Funkaustellung war, würde mich das wundern !

Der Plattenspieler war 1954 schon sehr veraltet !
Es gab Langspielplatten (33 Upm) schon seit Jahren zu kaufen und auch Singles (45 Upm) waren seit 2 Jahren auf dem Markt! Erste Westdeutsche Firmen haben 1956 die Schellackplattenproduktion eingestellt... !

Also war ein Plattenspieler mit nur 78 Upm und Stahlnadel 1954 eher der totale Ladenh?ter !
Das paßt in keiner Weise auf die Funkausstellung von 1954 !

Spricht das nicht eher doch für DDR-Produktion?

Es soll keine technische Abwertung sein, aber in der DDR wurden VIEL länger diese Geräte gebaut und benutzt, die nur Schellackplatten abspielen konnten. ( Topas-Schatulle etc )

Gruß, Nils


Autor: ThomasT Verfasst am: 26.09.2006, 20:18 Betreff:
Hallo Michael,

was für ein schönes MusikmübelStück!! Zum Polte Spieler kann ich leider nichts sagen. Sieht in Teilen wirklich aus wie PE. Wer hier wo eine technologische Anleihe gemacht hat? Vielleicht bringt das Museumsarchiv noch Licht in das Dunkel.

Ist ja äußerst interessant, dieser Thread. Hoffentlich gelingt die Auflösung mit Hilfe des Museumsarchivs. Ich bin begeistert von diesem Stück einmaliger Technik und der Bilder, die Du hier pr?sentierst.


Autor: Nils Verfasst am: 26.09.2006, 21:03 Betreff:
Na also !

Firma Polte war in Magdeburg ansässig und baute 1949/50 einen 10 Plattenwechsler !

Hier der Dr?ck !

http://www.oldtimeradio.de/plattenspieler.magdeburg.php


Autor: MGW51 Verfasst am: 26.09.2006, 21:21 Betreff:
Zur Topas-Schatulle:
Diese wurde ja bis 1957 gebaut. Der Tonarm dieser Geräte enthielt ein magnetisches System mit einem nicht austauschbaren Saphir.

Das Pendant zur Topas-Schatulle, die namenlose Schatulle aus Staßfurt mit dem dort gebauten MTG20 / 21 hatte ja auch einen TA, allerdings ist es mir nicht bekannt, ob der noch mit einer Stahlnadel arbeitete. Aus dem FWZ kenne ich ein Phonolaufwerk, was um 1952 herum mit Nadeltonabnehmer auch in Staßfurter Truhen eingebaut wurde. Es gab dieses Laufwerk aber auch solit?r als Unterstellschatulle für ein normales Radio. Und in dieser Schatulle werkelte ein Wechsler.
Das RM Rottenburg besitzt eine MTG21-Schatulle. Dort werde ich mal anfragen.

Betreffs Funkausstellung: Es kann freilich auch so gewesen sein, daß dieses Gerät ein Ladenh?ter war und dann eben nicht direkt von der Funkausstellung, sondern einfach aus diesem Anlaß heraus bei einem Händler erworben wurde??? Auch ist es möglich, daß ein Unternehmen dieses Gerät mit in seine Ausstellung einbezogen hatte - etwa um die eigene ntwicklung zu demonstrieren. Wir wissen es nicht - noch nicht. Aufklärung dazu erhoffe ich mir schon noch zu erlangen.


Nachtrag:
Eben gelesen. Nils hat es herausgefunden!

Na super, da funktioniert unser beider Riecher doch ziemlich synchron
Brauchen wir nur noch Bilder von dem 50-er Polte um zu sehen, ob der auch solche Schnecken besaß. Aber jetzt wird es drollig: PE brachte so etwas in der Art 49 auf den Markt. Nicht lange, und man verabschiedete sich von dieser Technik wieder. Hatte Polte die gleiche Technik in seinem 49-er Modell? Zumindest der auf der LFM ausgestellte 13-Platten-Wechsler mit automatischer Plattenwendevorrichtung muß anders funktioniert haben.

Leute, jetzt wird es richtig spannend

So gefällt es mir!


Autor: Christian Verfasst am: 26.09.2006, 23:14 Betreff:
Erstmal ich finde den Plattenwechsler sehr interresant und bin schon auf die Auflösung seiner herrkunft gespannt
Aber zu dem Schneckenwechselgetriebe. Also ich denke es kann Funktionieren aber das es wirklich zuverl?ssig ist denke ich nicht.. Was ist wenn eine Schnecke eine Umdreuhung zu viel macht oder sich eine Platte verkanntet? Dann bricht die doch durch oder??

Viele Grüße Christian


Autor: MGW51 Verfasst am: 29.10.2011, 18:28 Betreff:
Mehr als f?nf Jahre nach dem Themenstart muß ich berichten, daß es bisher keine neuen Erkenntnisse zu diesem Modell und den ähnlichen Typen von PE gibt.

Nun werde ich erneut einen Anlauf nehmen und mit einer Anfrage versuchen, im Museum etwas konkreteres zu erfahren. Die damalige Anfrage verlief offenbar ohne Antwort im Sande. DAs kann viele Gründe haben, ist aber nicht von Bedeutung. Fakt ist, daß POLTE auch im Westen seit 1947 ein Begriff für Phonoautomaten war.

daß der uns bekannte User die auf seiner eigenen HP abgelegten Informationen nachträglich löscht, ist uns ja nichts neues. Im Grunde ist der Artikel sicher entbehrlich, die von ihm zitierten Passagen sind dagegen von größerem Wert - und zum Glück noch erhalten Smile


Autor: MGW51 Verfasst am: 29.12.2011, 15:34 Betreff:
Etwas anderes gilt es hier noch anzumerken:

Auf der von Nils verlinkten Seite werden zwei Phonoautomaten aufgeführt, mit einem Hersteller den es nicht gibt: VEB Sanar. Die Stempelung des Fabrikschildes hatte anfangs auch mich in die Irre geführt Smile

SANAR ist und war kein Hersteller sondern war eine Verwaltung Volkseigener Betriebe, kurz VVB, gegründet 1948 und damit gleichwertigt mit der VVB RFT, die ja auch alles andere nur kein Hersteller war oder ist. SANAR war also die Verwaltung von staatlichen Betrieben der Branche Sanit?reinrichtungen & Armaturen mit Sitz in Halle.

Nun dar man die Firmenzuordnungen zu den jeweiligen VVBs nicht streng an einem bestimmten Fertigungsprofil festnageln! Es gab da immer überschneidungen - wie auch Gerald schon den Hinweis auf den Schwermaschinenbau Magdeburg brachte, der sich u.a. mit der Herstellung von Heimtonbandgeräten ebenso auf fremdem Territorium bewegte wie z.B. der ElektroGerätebau Leisnig mit u.a. seinen Phono- und Tonbandmotoren die man ja auch nicht zwangsläufig bei einem der VVB OPTIK unterstellten Betrieb vermuten würde.

Hersteller der Plattenspieler ist also in jedem Falle die Magdeburger Firma POLTE.

Was aus dieser Firma im Verlauf der 50-er Jahre geworden ist, habe ich bisher nicht herausgefunden. grundsätzlich gibt es dazu auch widersprüchliche Aussagen wie die, daß POLTE wegen seiner ehemaligen Ristungsproduktion liquidiert worden sei. DAs kann sein, muß es aber nicht und ich persönlich glaube es nicht denn wäre es tatsächlich so gewesen, dann würde der Betrieb nach Kriegsende demontiert worden sein!

Meine Vermutung geht eher dahin, daß das POLTE-Werk, so wie auch andere Hersteller dieser Branche, in Folgejahren dem Magdeburger Armaturenwerk angeschlossen wurden. Damit einher ging eine entsprechende Sortimentsbereinigung / Spezialisierung der einzelnen, nun als Betriebsteile fungierenden Werke.

Was die Konstruktion des "sagenumwobenen" Mehrfachplattenspielers hier betrifft, muß bis zum Beweis des Gegenteiles davon ausgegangen werden, daß diese grundsätzlich nicht der Fa. PE zuzurechnen ist sondern von POLTE erdacht wurde. Jede andere Auslegung entbehrt aller Grundlagen da ein Abkupfern spätestens auf der Berliner IFA wohl auch dem angenommen minderbemitteltsten Fachjournalisten irgendeiner westdeutschen Zeitschrift aufgefallen wäre. Daran kann es keinen Zweifel geben, sowenig wie an der Tatsache, daß POLTE mit Wechslern seit 1947 in der Branche bekannt ist oder wenigstens war. Und wenn es ganz verrückt wird, ist das hier behandelte Modell eben jenes von 1947 - also der erste Polte-Wechsler. Eine BDA würde vielleicht ein wenig zur Aufklärung beitragen, ist aber bisher nicht gefunden worden.

Leider liegt mir bis zur Stunde keine zeitgenössische Abbildung / Beschreibung des diesen Thread betreffenden Spielers vor. Mit dem Phonomuseum werde ich erst in Kontakt treten, wenn das sinnvoll ist und da geh?rmüssen nunmal stichhaltige Analysen der Konstruktion mit entsprechenden, noch zu fertigenden Fotos dazu.



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